Montag, 30. Oktober 2006Ich könnt' Euch küssen
Muss ich mir Sorgen machen?
Kunde: Ich könnt' Euch küssen!Erst pluralis majestatis und dann auch noch derart intime Gedanken? (es ging um einen Rootserver-Kunden, für den ich eben einen kleinen Handgriff erledigt habe, der aufgrund einer Unachtsamkeit seinerseits nötig wurde, und den ich ihm nicht berechnet habe) Freitag, 27. Oktober 2006Indirektmarketing 2
Ich war letztens in Landau, da stecke an meinem Auto eine Werbung für eine lokale Fahrschule.
Ich frage mich, welchen Sinn es macht, an ein Fahrzeug, das definitiv nicht mal aus der näheren Umgebung kommt, eine Werbung für eine Fahrschule zu stecken. Tower sprengen
Ich habe mich gestern mit einem Finanzdienstleister hier im Haus unterhalten, dabei ging es um die niedrigen Kurse von Aktien und Fonds im Jahre 2001, und dass das evtl. ein guter Zeitpunkt zum kaufen wäre. Er meinte dann nur:
Ich kann aber jetzt ja nicht einen Tower sprengen, damit die Kurse günstig werden!Trotz dem sicher sehr ernsten und traurigen Thema konnte ich mir ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen. Kontraproduktiv
Ein Rootserver-Kunde berichtete uns von Erfahrungen mit anderen Hoster:
(...) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zahlreiche Provider die Spider blocken oder die Zugriffe der Spider zur Schonung der Systemressourcen einschränken. (...)Resourcen hin oder her, das hier ist für den Hoster im Endeffekt kontraproduktiv. Denn wenn ein gewerblicher Kunde nicht "gefunden" wird, verdient er nichts, und wenn er nichts verdient, macht er seinen Shop o.ä. zu, und dann verdient der Hoster nichts mehr. Donnerstag, 26. Oktober 2006Richterskala
Ich hatte gestern einen Termin am Landgericht Dortmund, ich sollte als Zeuge in einem Prozess gegen einen ehemaligen Kunden (nennen wir ihn fortan Herrn A. wie "A"ngeklagt), dem Steuerhinterziehung zur Last gelegt wurde, aussagen. Der nachfolgende Eintrag ist länger geworden - viel länger. Also sehr viel Zeit zum Lesen mitbringen!
Die Bahn Dortmund ist nicht ganz um die Ecke. Es stand also die Wahl zwischen Auto und Bahn. Der einzig relevante Zug wäre um kurz vor fünf Uhr gewesen, und unterwegs arbeiten ist nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung. Ich entschied mich also, dem Motorsport zur fröhnen.Ich wurde für 10:00 Uhr geladen. Ich bin also nachts um 04:00 Uhr aufgestanden und um kurz für 5 losgefahren. Ich habe mich an der Tankstelle mit Sprit, Bounty, Corny Müsliriegel "Nuss" und RedBull eingedeckt. Ich dachte, es würde ein kurzer Tag. Die nächtliche Fahrt war eigentlich sehr entspannend und angenehm, die Straßen dank der Zeit noch fast gänzlich leer. Ich bin fast eine Stunde lang mit Tempomat gefahren, ohne ein einziges Mal zu bremsen (und Auffahrunfälle zu bauen Keine Umleitung möglich Doch dann ging es los. Der erste Stau. Auf der A3. Und was sagt mein Navigationssystem dazu, auf das ich mich bisher immer verlassen konnte: ![]() (sorry für die schlechte Bildqualität) Und so kam ein Stau nach dem nächsten. Letztendlich erreichte ich dann Dortmund gegen halb Neun. Reinhard Bütikofer, Guido Westerwelle und Kurt Beck In Dortmund leitete mich nein Navigation durch die gerade erwachende Innenstadt. An einer roten Ampel haltend entdeckte, als ich kurz auf die Navigationskarte schaute, ich im Rückspiegel, dass sich ein Streifenwagen mit Blaulicht hinter mich gestellt hatte. Ich dachte mir "vielleicht haben die gemerkt, dass ich ortsunkundig bin, und wollen mir helfen!". Ich hatte mich schon gefreut.Die junge Polizistin kam also zur mir an die Fahrerseite, ihr Kollege schlich um mein Fahrzeug herum. Ich machte also die Fensterscheiben runter: Ich: Hallo! Ich bin gerade auf dem Weg zum Landgericht und bin gerade mit den vielen Straßen hier und meinem Navi etwas beschäfigt.Diese habe ich ihr gegeben, sie ging zum Streifenwagen, wo sie wohl alles prüfte. Sie kam zurück zu mir ans Auto: Polizistin: Das können wir hier vor Ort nicht mehr schreiben, weil es mehr als 35 Euro sind. Das Programm wird mich danach fragen: Geben Sie den Verstoß zu?Hallo??? Bin ich schizophren (genauer: Habe ich eine dissoziative Persönlichkeitsstörung)? Ich habe doch eben noch gesagt, dass ich sicher bin, dass ich bei grün gefahren bin. Und dem ist auch so. Westerwelle und Beck hätten diese Wahl verloren, Bütikofer hätte seine wahre Freude an dieser Farbe gehabt! Ich: Nein!Man beachte übrigens, dass ich nicht aufgeklärt wurde, dass ich mich gar nicht zu der Sache äußern muss. Ich bin ja mal gespannt. Ich lasse es hier definitiv darauf ankommen. Dann sollen sie bitte in Dortmund Starenkästen aufstellen und Beweisfotos anfertigen. Hauptstraße Ich erreichte also das Landgericht. Und direkt vor dem Gebäude ein freier Parkplatz. Ich habe mich also umgeschaut und nach einem Halteverbotsschild gesucht. Nichts dergleichen. Auch kein Hinweis auf Parkscheinpflicht, auch kein Parkscheinautomat. Und in den beiden Fahrzeugen links und rechts neben auch keine Parkscheibe und kein Parkschein.Sollte das etwa eine Gerichts-Besucher-freundliche Parksituation sein? Ich wollte dem nicht ganz glauben. Ich ging also ins Landgericht und fragte die Sicherheitsbeamtin, ob ich vor dem Haus auf der Hauptstraße wirklich ohne Parkscheibe und ohne Parkschein stehen bleiben könne. Sie war sich sicher und bejahte. Also doch: Dortmund ist toll! Gehören Sie zum Haus? Ich ging also zum Saal, in dem die Verhandlung stattfinden sollte und hatte mich darauf gefreut, vielleicht etwas früher vernommen werden zu können, um auch wieder früher heim zu können. Pustekuchen. Die Verhandlung begann erst um 10 Uhr.Ich denke, ich werde es nicht schaffe, dass alle angerufen werden und eine Stunde früher kommen müssen. Ich ging also in die öde Gerichts-eigene Kantine und bestellte mir einen Kaffee: Kantinen-Mitarbeitern: Gehören Sie zum Haus?Ich schlürfte also den 90-Cent-Kaffee und genoß den Ausblick. Auf eine fast leere Kantine. Fix für Juristinnen Es galt also, noch einige Zeit totzuschlagen. Ich ging wieder vor die Tür und schaute mir an, wer so alles ins Gericht ging und wieder herauskam. Dabei viel mir auf, dass die meisten Juristinnen allesamt einige Dinge gemeinsam haben: Da kam mir doch gleich eine Geschäftsidee: ![]() (und nein, im Text ist nichts doppelt) Bedürfnisse Damit es nachher in der Gerichtsverhandlung nicht zu bösen Überraschungen kommt, suche ich mir kurz vor dem Termin mal noch eine Toilette.Ich glaube, man hat am Landgericht in Dortmund - trotz Sicherheitsschleuse - Angst vor Toilettenmissbrauch. Denn die sind so gut versteckt, da würde ich sogar mein Geld verstecken. Schließlich gehe ich ins 3. Obergeschoss, vorbei an einer jungen (blonden) Dame, die sichtlich verwundert ist, dass ich hier herumlaufe. Egal: Bedürfnis ist Bedürfnis. Erkannt Kurz vor 10 Uhr finde ich mich also vor dem Gerichtssaal ein, damit es pünktlich losgehen und ich hoffentlich bald heimfahren kann. Während des Wartens lese ich die Beschreibung des Gerichtstermins an der Tafel durch: 4 Angeklagte, statt nur einem. Keine Ahnung, wer die anderen 3 drei sind.Jetzt geht's los. Oder doch nicht? Denn: 10:00 Uhr: Wer fehlt? Der Anwalt eines Angeklagten.Während des Wartens bittet mich der vorsitzende Richter um Entschuldigung. Wohlgemerkt, ohne mich vorher gefragt zu haben, ob ich der überhaupt bin. Davon ausgehend, dass es nicht mehrere geladene Schmitt-Herren gibt, befürchte ich, dass ich der einzig geladene Zeuge bin, und das lässt mich nichts Gutes hoffen, wozu ich ja genügend Zeit habe: 10:15 Uhr: Wer fehlt immer noch? Der Anwalt eines Angeklagten.Nicht mal eine böse Ermahnung gab es. Schade! Ach übrigens. Die eine Richterin war die junge, blonde Dame, die mich bei meinem Bedürfnis (nicht dem Verrichten desselben!) so kritisch angeschaut hatte. Ich vermute, es war die Personaltoilette der Richter. Hinterzimmer Zu Beginn der Verhandlung, die übrigens am gestrigen Tag nur fortgesetzt wurde, kam plötzlich jemand durch die Tür, durch die normalerweise nur die Richter und Schöffen in den Gerichtssaal kommen. Man hatte wohl vergessen, die Tür zum Hinterzimmer abzuschließen. Ich glaube, ein wahnsinniger, tolwütiger Terrorist, der diese Verhandlung hätte bereichern wollen, hätte das nicht geschafft. Sein medialer Effekt wäre, zumindest für mich, verpufft, denn im Vergleich zu diesem Tag wohl vernachlässigbar. Internet - Reloaded Eigentlich dachte ich, ich als Zeuge sollte kurz etwas dazu sagen, was unser ehemaliger Kunde einmal bei uns bestellt hatte, was wir an Dienstleistungen erbracht haben, damit sich die Richter und Schöffen ein Bild davon machen konnte, ob das dafür spricht, was man ihm zur Last gelegt hat. Eigentlich. Nein. Denn ich musste erst einmal erklären Und nein, das ist kein Witz und nicht mal übertrieben. Ich habe hier fast 2 Stunden lang das Internet erklärt. Die Anwälte der Angeklagten, insgesamt 6 Stück (der Hauptangeklagte hatte gleich drei), sowie der Staatsanwaltschaft übten sich in Ich hoffe, ich muss dies nicht als Wertung meiner Ausführungen verstehen. Timeshift Nun ging es endlich zum eigentlichen Teil. Ich durfte endlich die ehemalige Geschäftsbeziehung zum Hauptangeklagten erklären. Eigentlich wäre das ganz einfach gewesen: Der Herr war bei uns erst Webhosting-Kunde, dann zum Schluss Serverhousing-Kunde mit rund 500 Domainnamen. Ende.Doch man wollte auf Nummer sicher gehen. Die Polizei war gründlich. Sie hatte beim Hauptangeklagten eine Menge E-Mails gefunden, ebenso Rechnungen, Gesprächsnotizen, usw. Diese wurden alle einzeln verlesen und besprochen. Ausführlich. Um sicher zu gehen. Ich frage mich nur, wozu das gut sein sollte. Der Kunde war vor über 5 Jahren bei uns. Daran habe ich nur noch bedingt Erinnerung, und das meiste davon ergibt sich doch eben aus den sichergestellten Unterlagen. Vielleicht dachte man ja, der gute Herr hätte Rechnungen etc. gefälscht. Nur wäre das unsinnig, sie dann auch noch zu bezahlen. Denn das hat er getan. Zwar mit Problemen, aber dennoch: Er hat es. Pause Es ging also auf die Zeit zu, zu der ich schon längst wieder unterwegs sein wollte. Doch der Richter ordnete eine Mittagspause an. Obwohl ich darum gebeten hatte, ob man darauf nicht verzichten könne. Leider nicht. Schade.Auf dem Weg nach draußen fragte ich den Staatsanwalt, ob er denn nichts fragen wolle. Nein, er meinte, dass der Angeklagte noch viel fragen würde. Wie bei allen anderen Zeugen vor mir auch. Ich befürchtete Schlimmes. Ich ging also zu meinem Auto. Was sehe ich da an meiner Windschutzscheibe? Ein Ticket. Es beginnt Zeit-Totschlagen. Man ruft langvergessene Freunde an, schreibt sinnlose SMSe und schaut den Juristinnen dabei zu, wie sie den nahegelegenen Drogeriemarkt plündern. Strukturschwach Gegen Ende der Pause gehe ich zurück in den Gerichtssaal. Ich habe mich mit einem der Anwälte eines Angeklagten über das Ticket unterhalten. Er meinte, ich solle es doch als "Investition in eine strukturschwache Region" sehen, schließlich habe man uns Saarländer ja auch lange genug subventioniert.Sorry, aber es musste raus: Hallo??! Wir haben schließlich viele Jahre gar nicht zu Deutschland gehört!Ich erntete viele Blicke geschichtsunkundiger (nicht gerichtsunkundiger) Juristen. Hier vorne ist es viel schöner Nach der Pause ging es also weiter mit Fragen des Richters. Ich ging nach Aufforderung nach vorne, wo die Richter und ich uns einige Rechnungen angesehen hatten - zur Verdeutlichung. Zwei der drei Anwälte des Hauptangeklagten waren wohl gerade mit SMS-Romanen beschäftigt, denn nur einer davon kam nach vorne. Ich hatte schon jetzt nicht wirklich das Gefühl, dass man ihn als Verteidiger bezeichnen konnte. Allen Fragen, die zu Lasten seines Mandanten gingen, und die man mir gestellt hatte, hätte er wohl genau so beantwortet. Ich konnte es mir nicht verkneifen, auch während einer Gerichtsverhandlung einmal etwas Unsinniges dazwischen zu werfen: Hier vorne ist es ja viel schöner als dahintenDer eine Anwalt meinte dazu nur Ja, der Herr A. ist ja auch nicht hier! Doch da passierte es. Herr A. kam doch nach vorne und meinte, an dem Witzmarathon teilnehmen zu müssen. Doch sein Anwalt bremste ihn: Herr A! Ihre Witze will hier keiner hören! Jura, nicht Mathemathik Als es weiter um Rechnungsfragen ging, kam ein zweiter Anwalt von Herrn A. nach vorne und wollte mitreden. Es ging konkret um eine Rechnungsposition, exemplarisch wohlgemerkt:Der Anwalt fing an, auf seinem Handy 2.889,48 durch 12 zu teilen, um die Jahresgebühr einer .de Domain zu ermitteln. Arithmetisches Mittel Nach der Vernehmung durch den Richter bekamen die Nebenangeklagten die Gelegenheit Fragen zu stellen. Zum Glück keine. Danach kamen die Anwälte des Herrn A. an die Reihe. Es gab nur einen, der eine wirkliche Frage gestellt hatte. Er hatte einen Zeitungsartikel zur Hand, in der es um den durchschnittlichen Verkaufspreis einer Domain bei Sedo ging. Dieser läge bei knapp 2.000 Euro. Ich: Na klar, denn das ist ja der durchschnittliche Preis, in den auch Verkaufserklöse von Beststellern, die z.T. 6-stellige Summen erzielt haben, eingerechnet sind.Ich ersparte es mir, ihm den Begriff des arithmetischen Mittels zu erläutern. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass das nicht ganz die Antwort war, die er hören wollte. Zum Glück gab es hier keine weiteren Fragen. Richterskala Nun legte Herr A. los. Die ersten Fragen an mich hatten wohl die Absicht, dass ich ihm attestieren sollte, dass ich ihn in seinem "gehobenen" Alter nicht mehr für zurechnungsfähig und schon gar in der Lage sähe, dass er sich jemals in die Internetbranche hätte einarbeiten können. Anschließend kam er zum Thema "Was kostet eine Webseite?". Er begann, mich nach meiner Einschätzung nach dem Preis einer Webseite bzw. zum Gehalt eines Webdesigners zu fragen: (...)Anfangs verstand ich die Situationskomik überhaupt nicht, ich merkte nur, dass die Richter schmunzelten. Ich also zu den Richtern: Ich: Habe ich etwas Falsches gesagt?Jetzt wußte ich, dass ich es geschafft hatte. Humor aus Richtern herauszukitzeln. Und aus Richterinnen. Visitenkarten Der Angeklagte machte weiter mit seinen Ausführungen: (...)Nach vielen weiteren, minutenlangen Ausführungendes Herrn A. fuhr er unter anderem weiter mit seinem Lieblingsthema: Subdomains. Schon beim puren Hören des Wortes Subdomain musste ich es in den Raum werfen: Weiß hier jeder im Raum, was eine Subdomain ist? Nein?Es folgte eine technische und rechtliche Erklärung meinerseits, was Subdomains sind. Der Angeklagte fuhr fort: Herr A.: Was denken Sie? Wie wäre es, wenn ich eine Anzeige in einer Tageszeitung schalten würde, in der ich die Domain rechtsanwaelte.dortmund.de bewerben würde, was ein Portal für Rechtsanwälte hier in Dortmund sein soll. Hätte das Erfolg?Offensichtlich gefiel es allen Beteiligten im Raum, dass ich dem Angeklagten mehrmals seine "Tour" vermasselt habe, die Stimmung wurde zunehmen lockerer und lustig, zumal der vorsitzende Richter Herrn A. mehrmals unterbrach mit Sätzen wie Jetzt hören sie doch mal auf, Aussagen und Ausführungen zu machen, und stellem Sie dem Zeugen konkrete Fragen!Köstlich, einfach nur köstlich, denn der Richter wurde zunehmend und zu recht ungeduldig! Bremser Die drei Anwälte des Herrn A. hatten den Begriff Bremser an der Universität wohl missverstanden, denn sie fingen an, ihren Mandanten zu bremsen: Herr A.! Hören Sie auf! Es reichtDas Drama neigte sich also langsam einem Ende zu. Der Richter entließ mich mit einem ernstgemeinten Dank und einem Wisch, mit Hilfe dessen ich mir mein Zeugengeld abholen gehen konnte: Ich: Das mache ich lieber schriftlich, aber dennoch danke.Alter Witz. Aber naja, darum ist er ja Anwalt, und kein Comedy-Star. Auf dem Weg aus dem Gebäude ging ich nochmals kurz bei der Dame vorbei, die mir heute morgen so nett bestätigt hatte, dass ich keinen Parkschein bräuchte. Nach einigem hin und her sagte sie, dass sie meinte, dass ich in der Seitenstraße geparkt hätte. Soviel zum semantischen und geometrischen Unterschied zwischen meinem "Ich parke auf der Hauptstraße vor dem Gebäude" und ihrer Vorstellung davon. 5 Stunden Die ganze Zeugenaussage hat netto, also Pausen etc. abgerechnet, knapp 5 Stunden gedauert. Dementsprechend meldete sich auch mein Hals zu Wort, der anfing, zu schmerzen. Ich fuhr also nach Hause. Bzw. rollte. Meterweise. Durch den Stau auf den Autobahnen. Da mein Navi einen Stau nicht kannte, wollte ich ihm helfen und suchte mir selbst eine Umgehung. Nachdem ich kurz vor den Stau wollte und etwas die Orientierung verloren hatte, verließ ich mich wieder auf mein Navi, welches mich schnurstracks wieder auf dieselbe Autobahn hinter den Stau lotste. Während der ganzen Staus konnte ich dann erleben, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Autofahrer nicht weiß, wo man sich im Staufall einzuordnen hat (sprich Rettungswege schaffen soll). Erschreckend und erbärmlich, vor allem dann, wenn einige hundert Meter später ein total zerschrotteter Mercedes-Van steht, und einige weitere hundert Meter später der Rettungswagen nicht durchkommt. Senilität Mein Navi meinte übrigens während der Rückfahrt, dass ich entweder senil oder Anweisungs-resistent wäre, denn künftig präsentierte es mir alle Ansagen gleich dreifach: Dem Straßenverlauf folgen. Dem Straßenverlauf folgen. Dem Straßenverlauf folgen.Danke, jetzt bin ich auch sicher, dass sich nicht irgendetwas geändert hat, und dass ich richtig gehört habe. Aber nicht nur das Navi spinnte, auch die Radiosender. Denn ich hörte auf 3 Radiosendern zur fast gleichen Zeit dasselbe Lied "I'm sitting down here". Erst dachte ich, es wären mehrere Sender mit demselben Programm. Aber nein, jeder Radiosender spielte danach anders weiter. Oder wollte mich mein Auto testen, ob ich schon wahnsinnig bin? Pizza Um kurz vor Acht kurz zu Hause angekommen musste ich mir es einfach gönnen. Entspannung und etwas Vernünftiges (wobei man bei Pizza darüber streiten kann) zu essen, mit Freunden. Deshalb der Eintrag auch erst heute. Und wer meint, dass das nicht passiert sei, oder nicht so. Doch. Genau so. Und einiges, was während der Verhandlung an Situationskomik entstand, habe ich leider nicht mehr im Kopf. So viel also zu 16 Stunden im Dienste des deutschen Staates. Nachtrag Einige Bilder habe ich wegen dieses Kommentars durch eigene ersetzt. Dienstag, 24. Oktober 2006bii emm dabbelyou
Ein Kollege fragte mich eben, ob er mich noch zu
bii emm dabbelyoufahren solle. Zugegeben. Ich musste wirklich erst überlegen, was er damit meinte... Einmal raten
Einmal dürft Ihr raten, wer mir folgende E-Mail auf diesen Blogeintrag hin geschickt hat:
Subject: [SPAM] Safe more than 10k euros per month!!!Lieber Bernd! Frau Zur (für mich: Sandra) ist unbezahlbar - Und mit Geld schon gar nicht! Änderungen an den Rechnungen für DSL-Kunden
Bisher hatten wir auf unseren Rechnungen für DSL-Flatrate-Kunden zwei Positionen: Eine für die eigentliche Flatrate, und eine Position
Feste IP-Adresse zu Vertrag xyzwelche kostenlos war, ist und bleibt Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben wir die zweite Position nun ersatzlos gestrichen. Zu früh gekommen
Wir bieten für (Server-)Kunden auch Telefonanschlüsse an. Der am letzten Freitag Nachmittag beantragte Anschluss wurde dann heute schon geschaltet, der Techniker unseres Anbieters stand plötzlich in der Tür.
Auch wenn es ohne Voranmeldung / Terminabsprache war, freuen wir uns natürlich! Montag, 23. Oktober 2006OFFTOPIC: Ein Märchen
(via Sandra - aber nicht unsere)
Es war einmal ein stattlicher Prinz, der die wunderschöne Prinzessin fragte: "Willst Du mich heiraten?". Und sie antwortete: NEIN!Anm. des Bloggers: Für einen waschechten ITler wäre das wohl weniger ein Traum als viel mehr eine Horrorvorstellung Die Standard-Eingabe beim Schwanz
Ich gebe es zu, die Fehlermeldung macht definitiv effektiv Sinn:
tail: warning: following standard input indefinitely is ineffective Spam-Filter für schlechtes Deutsch oder: Spamassassin goes Duden Hat jemand zufälligerweise einen Spam-Filter für Spamassassin, der E-Mails negativ bewertet, wenn sie schlechtes Deutsch enthalten, zur Hand?Dann wäre der gesamte Müll "Ich bin Mr. Lalü und habe viel zu viel Geld, das ich unbedingt loswerden will" erledigt USV-Wartung 2
Heute war wieder eine Wartung an einer unserer USVs. Heute habe ich mir das Ganze mal fast komplett live angesehen. In dem Moment, in dem der Techniker den elektronischen Bypass der Anlage aktiviert hat, wurde mir ganz komisch, er hatte dabei irgendwie bessere Nerven.
Murphy war wohl heute beim Früschoppen auf der St. Wendeler Kirmes, es ging alles glatt! Gurte trotzdem anlegen
Diesen netten Hinweis präsentierte mir der Bordcomputer meines Autos vor ein paar Tagen, Besonders interessant ist der Hinweis "Gute trotzdem anlegen"
![]() Aber nicht, dass das alles an Fehlermeldungen wäre: ![]() Und falls ich mal chinesich lernen will, bietet mir das Navigationssystem auch noch einen Sprachkurzs an: ![]() Die Sendung mit der Bank
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