Dienstag, 24. April 2007
Bei uns im Landkreis werden jede Woche die Prospekte der örtlichen Einzelhandelsunternehmen (Lebensmittel, Technik) in einer Art "Umschlag" verteilt. Ein anderes befreundetes Unternehmen hatte darin für weitere 18 Wochen Werbung gebucht, braucht sie aber aus betrieblichen Gründen nun nicht mehr.
Man kam auf mich zu und fragte mich, ob ich vielleicht einen Teil der Werbefläche haben möchte, dem habe ich natürlich sofort zugestimmt. Die reprofähige Annonce hatten wir bereits gestern an den Verleger geschickt. Eben bekam ich einen Anruf, dass ein anderes örtliches Telekommunikationsunternehmen auf dieser Einlegehülle auch Werbung gebucht hätte, und dafür einen Exklusiv-Vertrag hätte. Selbst auf Rückfrage bei dem Laden seitens des Verlegers gab es keinerlei Einwilligung für unsere Anzeige.
Tja, dann eben nicht. Offenbar haben diese ganzen Telekommunikations-Wiederverkäufer-Läden ja Angst, dass unsere täglich kündbare DSL-Flatrate eine ernstzunehmende Konkurrenz für die von ihnen verkaufen Langzeit-Knebel-Verträge ist.
Ich überlasse es 'mal jedem selbst, diese E-Mail eigenständig zu übersetzen und zu lachen
Hi Spotted Tail,
thanx for the ponies... think you could lure the boss into 200 MB for my birthday?
no mercy!
Crazy Horse
Wir schicken jedem Neukunden einen Willkommens-Brief per Brief-Post, unabhängig vom Produkt, der Laufzeit etc. Ich finde es in der heutigen Zeit einfach angebracht, dem Menschen, mit dem man oft nur per E-Mail oder sogar gar nicht zu tun hat, einfach einmal auf klassischem Weg "Hallo" und "Danke" zu sagen, denn schließlich muss ja keiner Kunde bei uns werden.
Ich habe dieses Willkommens-Schreiben seinerzeit selbst verfasst, es ist deshalb auch aus meiner Perspektive gehalten. Und, wie es sich gehört, unterschreibe ich jeden Brief persönlich (das steht bei mir jeden Freitag Morgen auf dem Programm).
Gestern bekam ich wieder eine Rückmeldung auf mein Willkommens-Schreiben:
(...) Übrigens vielen Dank an Sie und besonders Herrn Schmitt für den netten Brief, den ich bekam. So etwas habe ich ja noch nie bekommen. Schön!
Montag, 23. April 2007
Es gibt Dinge, die werden irgenwie nie zur Gewohnheit. Zum Beispiel die regelmässigen Tests des Notstromdiesels. Eigentlich sollte bei sowas nichts schief gehen, dafür gibt es ja eben die entsprechenden Test-Programme der Elektronik, aber irgendwie hat man dabei immer ein mumliges Gefühl.
Aber ist ja wieder (wie immer) alles gut gegangen
Donnerstag, 19. April 2007
Ich hatte gestern die defekte Fritz!BOX 7170 meiner Freundin beim AVM-Tefefon-Support gemeldet. Wie man es sich denken konnte, bekam ich eine Checkliste. Ich hatte diese zwar schon längst abgeklappert (Firmware-Update etc.), aber nun ja, ich will ja nicht so sein, ich will ja keinen Support-Mitarbeiter desillusionieren.
Auf die Bestätigungs-E-Mail mitsamt Ticket-ID hatte ich dann das frohlockende Resultat (aus meiner Sicht, weniger für AVM  ) als Antwort geschickt. Das war mein Fehler!
Eben rief ich nochmals an. Nachdem ich dann den Fall nochmal runtergebetet hatte (was sich der Mitarbeiter ausdrücklich wünschte, obwohl dafür ja Tickets da sind!) sagte er mir, dass das Ticket
jetzt ein Offline-Ticket [sei], an das [er] nicht mehr rankäme Ich kann dazu eigentlich nicht viel sagen, außer vielleicht, dass ich es aus Kundensicht total bescheuert finde, zwischen Online- und Offline-Tickets zu unterscheiden. Ich weiß, dass man für den Endkunden-Support hin und wieder Nerven haben muss, viel Fingerspitzengefühl und Sensibilität. Und genau dazu gehört, dass man erkennt, wenn das Gegenüber technisch versiert genug ist, um selbst die Diagnose stellen zu können, dass das Gerät einfach defekt ist. Ein kulanter Austausch wäre kaufmännisch sicherlich schon jetzt viel günstiger, als den Fall noch durch drei Hände gehen zu lassen. Von mir aus sollen die noch das Porto berechnen!
Gerade eben am Telefon von einem Cold-Caller gehört:
Man darf dem Kunden nicht das Gefühl geben, dass er eine Nummer ist!  Okay, das musste dann jetzt raus:
Ein Kunde wird dieses Gefühl auch nur dann bekommen, wenn er eine Nummer ist! Damit hat sich für mich das Gespräch erledigt.
Gestern war der Tag irgendwie nur voll und ich kam nicht zum Bloggen  Ich gelobe Nachholung
Dienstag, 17. April 2007
Es muss jetzt raus. Diese Siemens C450 IP sind IMHO einfach nur beschissen mies. Langsames Menü, falsche Anzeige des Status auf dem Mobilteil (man kann anrufen obwohl dort in etwa steht "Keine Verbindung") und das Schlimmste: Wir haben ständig Verbindungsabbrüche zum Asterisk. So, wie es aussieht (laut SIP-Log), zerschießen sich die Telefone ihre SIP-Sessions jedesmal selbst. Auch die neueste Firmware löst das Problem nicht, und das Netz hält auch nicht viel, außer anderen mit derselben Fehlermeldung, bereit.
Die Dinger fliegen jetzt raus. Wir suchen gerade nach alternativen (drahtlosen SIP-Telefonen). Hat von Euch jemand gute Erfahrungen mit anderen Produkten gemacht?
Wir schicken allen unseren Kunden einen Geburtstagsgruß, auszugsweise hier ein bisschen Text:
(...) Wir haben daran gedacht: An Ihren Geburtstag. Auch wenn uns unser Kalender daran erinnert hat, kommt diese E-Mail nicht weniger von Herzen. (...) Es ist nachvollziehbar, dass wir das nur mit Hilfe unserer Kundendatenbank hinbekommen, und deshalb finde ich es auch ehrlich und richtig, wenn man das offen sagt (anstatt etwas Anderes vorzugeben).
Heute hat zum ersten Mal ein Geburtstags"kind" darauf reagiert:
Wieso seid Ihr eigentlich die einzigen Kunden-Geburtstagsgrußversender, die (a) zugeben, daß Software beteiligt ist und bei denen ich (b) trotzdem davon überzeugt bin, daß die guten Wünsche ernstgemeint sind?
So richtig weiß ich gar keine Antwort auf diese Frage
Seit heute bieten wir bei uns im Webhosting zusätzlich (und standardmässig) den IonCube Loader an, bislang hatten wir bereits den IonCube PHP-Accelerator "drin".
Einige Kunden hatten diesen angefragt, aus einigen Sonderkonfigurationen und dem häufigen Wunsch haben wir dies nun zum "Standard" gemacht.
Wer (wie wir) den ClamAV in einer Version < 0.90.2 einsetzt, sollte diesen aktualisieren, es gibt zwei potentielle Sicherheitslücken. Weitere Informationen dazu auf dem heise Newsticker:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88271 Achtung: Wer eine eigene Applikation auf den ClamAV aufgesetzt hat, muss diese ggf. neu "bauen", es haben sich einige (wenige) Funktionen geändert.
Montag, 16. April 2007
Das ist eine nicht seltene Art und Weise, Preise anzufragen:
Hallo
Ich suche ab sofort Co location in Saarland, 4HE 1mbs
MfG Ein paar mehr Eckdaten wären schön
Freitag, 13. April 2007
Unsere Hausbank wird ja die Kontoführungsgebühren senken. Die aktuelle Kontoführungsgebühr (für das vergangene Quartal) ist mir allerdings etwas übel aufgestoßen. Ich habe daher bzgl. des Datum der Umsetzung der Senkung der Gebühren angefragt:
Wie angekündigt: Die Neuausrichtung ist in Umsetzung, Briefchen dazu kommt in den nächsten Tagen. Als kleine Entschädigung dafür, dass es so lange gedauert hat, werde ich Ihnen einen erheblichen Teil der jetzt abgerechneten Gebühr erstatten, i. O. ?
Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen:
Wieso hat Ihr Wortschatz zwei unterschiedliche Begriffe wie
∗ erheblich
∗ vollständig
für ein und denselben Gehalt (100%) ?
Spontan wie er nun mal ist, antwortete unser Bänker mit
Wenn ich die Gebühr vollständig erstatte, sage ich damit ja aus, dass wir gar keine Leistung erbringen. Dann müßte ich ja konsequenterweise einen Teil meines Gehaltes zurückgeben
Er hat mich also auf den Plan gerufen:
Buchungsfehler, wie bei Monopoly: "Fehler der Bank zu Ihren Gunsten. Sie erhalten xxxx Euro".
Ich glaube, das war mein Fehler
Ich hab' noch eine Monopoly aus meiner Kinderzeit, deshalb erstatte ich xxxx DM, wie wär's?
Mein Hals steckte in der Schlinge, ich habe versucht, zu retten, was zu retten war:
∗rechen∗ Wenn wir mal 1% Inflation rechnen, ich Sie jetzt mit Mitte 30 [kleine Schleimerei ] ansetze und Ihre Kindheit mit 10, und dann einen typischen Zinssatz von 1%, komme ich in etwa auf
xxxxx DM
was in etwa xxxx Euro entsprechen würde. Ich runde gerne zugunsten der Bank ab, machen wir xxxx Euro.
Letztendlich werden wir rund 2/3 erstattet bekommen (der Euro-Summe  )
Ein Kunde wollte SSH freigeschaltet haben. Wir haben dafür ein extra Formular, um es eben nicht ganz so einfach zu machen (ein Klick im Menü für "Freischalten" ist eben leicht gemacht). Das Formular kam so per Fax an:

Eine Rückfrage beim Kunden ergab dann folgendes Fax:

Auch eine Methode des Un-Do-ings.
Ich glaube, wir müssen uns mal ein paar Abdeckungen auf Lager legen:
(diesen Server schickte uns ein Towerhousing-Kunde)
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