Von was träumt der eigentlich nachts?
RTL-Chef: Provider für Urheberrechtsverstöße zur Verantwortung ziehen
Durch meinen Freund
Oliver Kels weiß ich aus direkter Quelle, wie stark die Auswirkungen von Raubkopieren auf die gesamte Branche sind. Das darf aber nicht dazu führen, dass die völlig falschen als Hilfssheriffs herangezogen werden. Das gerne herangeführte Beispiel der Deutschen Post, die auch nicht für den Inhalt dessen, was sie in einem Brief befördert, verantwortlich gemacht werden kann, ist hier meiner Meinung nach sehr treffend.
Es mag sein, dass meine Sichtweise als Unternehmer der Internet-Branche hier alles andere als objektiv ist. Und ich finde, dass einige mit der Zeit gehen müssen, bevor sie mit der Zeit gehen müssen. Das Internet als neues Medium stellt alle vor die große Herausforderung, alteingesessene Abläufe und Denkweisen abzulegen und sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.
Zu glauben, dass man das Problem des illegalen Kopierens oder gar Verkaufens von Musik, Filmen oder Software durch Verbote oder Regulierungen weiträumig eindämmen kann, ist in meinen Augen Nonsens da praktisch undurchführbar. Es müssen neue Abrechnungs- und Beteiligungsmodelle her, die den Zeitgeist widerspiegeln, z.B. in Form der angedachten
Kulturflatrate.
Eines ist für mich klar: Die Zeit, in der große Unternehmen der Musik- und Filmbranche den Reibach gemacht haben, neigt sich früher oder später einem sicheren Ende zu. Profitieren werden die kleineren Firmen und vor allem die Künstler, wenn es denn ein vernünftiges Modell geben wird.
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