Bei einer Prüfung ist aufgefallen, dass ein Vorhändler für eine bestimmte Leistung seit knapp 2 Jahren keine Kosten mehr verrechnet hat, so dass sich über die Zeit ein netter vierstelliger Euro-Betrag angesammelt hat.
In einem Gespräch vergangene Woche, in dem es unter anderem um weitere Kostenmodelle ging, hat man uns diese "vergessenen" Kosten dann offiziell "geschenkt"

Wir haben unseren Dank mit Hilfe einer Einladung in ein nettes lokales Stern-Restaurant zum Ausdruck gebracht.
Gerade eine kleine Gesprächsrunde, die sich auf die von uns eingesetzten, theoretisch übertaktbaren (was wir nicht tun) AMD-Black-Edition-Prozessoren bezog. Darin folgende Frage:
Bis wieviel ist der denn übertaktbar?
Die ganz trockene Antwort:
Bis er abstürzt.
Ich hatte kürzlich mit unserem Steuerberater ein kurzes Meeting, an dessen Ende es noch um das Thema einer höheren Vergütung geht. Wir zahlen dessen Dienstleistungen komplett pauschal, so dass es wachstumsbedingt mehr als nachvollziehbar ist, dass hier eine Anpassung fast schon überfällig war.
Bevor er überhaupt ein Wort sprechen konnte, hatte ich die absolute Zahl dessen, was er sich künftig im Monat mehr an pauschaler Vergütung wünscht, auf seinen Unterlagen gesehen. Und noch bevor er seine Argumentation, warum er sich das denn wünscht, beenden konnte, habe ich das abgekürzt und ihm gesagt, dass die Erhöhung selbstverständlich klargeht, und er es natürlich rückwirkend ab Januar bereits berechnen solle.
Er war fast etwas enttäuscht, da ich es ihm wirklich einfach gemacht habe, und natürlich die Zurechtlegung seiner "Argumente" überflüssig waren. Aber ich wollte nicht noch mehr Zeit vergeuden (wenn gleich es keine Vergeudung war). Eine überaus gute Arbeit rechtfertigt auch einen guten Preis, und wenn der Arbeitsaufwand steigt, muss man hin und wieder auch eine pauschle Vergütung anpassen.
Ich lasse Vorhändler nicht als Bittsteller, die um Preisanpassungen kämpfen müssen, antanzen. Wenn mir die Erhöhung gerechtfertigt scheint, brauche ich nicht noch scharf nachzurechnen oder gar zu verhandeln. Ich erwarte im Gegenzug, dass man mir bereits beim ersten Vorschlag ein faires Angebot macht, das ich dann annehme. Wäre es nicht fair gewesen, gibt es beim nächsten Mal gar keine Chance mehr für ein Angebot. Da bin ich wiederum restriktiv, was allerdings bislang noch nie nötig war.
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