Ein Blogleser Ewald fragt mich:
Hey Manuel!
Eine Frage die Du vielleicht mal im Blog beantworten willst.? Was macht ihr mit nichtzahlenden Root Server Kunden? Direkt rauswerfen? Fristlos kündigen?
Auch wenn es einem bei dem ein oder anderen nicht zahlenden Schuldner sicherlich in den Fingern juckt, eine fristlose Kündigung auszusprechen, die ab einer gewissen Dauer der offenen Posten sowohl von der rechtlichen Seite (BGB, AGB) abgedeckt wäre, sehen wir auch, dass die meisten unserer Root-Server-Kunden einen Server meist nicht zum Spaß anmieten, sondern um damit Geld zu verdienen. Eine fristlose Kündigung oder viel zu frühe Sperrung wäre und ist oftmals das Aus für den wirtschaftlichen Betrieb eines Einzelunternehmens, und damit entziehen wir ja unserem Noch-Kunden die Grundlage, um Geld zu verdienen, das dann hoffentlich einmal bei uns landet
Unsere Vorgehensweise ist: Normales Mahnverfahren mit einer Zahlungserinnerung, 3 Mahnstufen, einer Ankündigung zum Inkasso - alles in allem knapp 60 Tage Zeit, um einer offenen Forderung nachzukommen. Spätestens nach Ablauf dieser Frist sperren wir den (oder die) Root-Server, indem wir ihn netzwerk-seitig dicht machen, lassen ihn aber laufen, gerade um evtl. noch laufende Prozesse oder Dienste nicht zu behindern oder ggf. Daten zu zerstören.
Daneben sprechen wir eine reguläre Kündigung innerhalb der normalen Fristen (also derselben Fristen, die auch dem Kunden zustehen) aus, also nicht fristlos. Sollte der Kunde nochmals Zugriff auf die Daten (den Server) brauchen, gewähren wir ihm diesen Zugriff durch übergangsweises Reaktivieren (der Netzwerk-Anbindung).
Kommentare