Dienstag, 12. August 200816 Minuten des AufregensTrackbacks
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Andererseits ist es aber auch immer wieder toll zu beobachten, wie etwas ganz ungeheuer wichtig und eilig und teuer ist, wenn die IT "schuld" ist, aber wenn danach noch irgendwie andere Probleme auftreten, bei denen die IT eben nicht verantwortlich gemacht werden kann, dann ist alles plötzlich ganz entspannt ....
Pointiert formuliert: Wichtig ist nur das, für das man einen Schuldigen finden kann.
Mir hat heute ein Kollege erklärt, wieso DENICdirect soviele Domains "hostet", obwohl DENICdirect keinen einzigen Web- oder Mailserver für Kunden vorhält:
Etliche Unternehmen (wohl einige Tausend), denen der Onlineauftritt oder die Erreichbarkeit der Mailserver wirklich wichtig ist, zahlen lieber die (IMHO aber auch nicht sehr hohen) Gebühren von DENICdirect, als sich darauf zu verlassen, dass irgendein Hoster immer alle Dienste auf die Reihe bekommt (unter anderem auch zum Beispiel, dass der Hoster immer darauf achtet, dass "gute" Kunden nicht von "schlechten" Kunden in den Blacklist-Orkus gezogen werden). Das Spiel muss man, genug Sachkenntnis und Personal vorausgesetzt, nicht mal mit eigenen Servern betreiben: Einfach zwei (oder drei oder vier, je nach gewünschter Redundanz) verschiedene Provider beauftragen, dort dann bei allen beauftragten Providern den Webauftritt und die Mailkonfig identisch hinterlegen (und pflegen! OK, irgendwas ist ja immer Zur Not auch einfach nur einen Hoster eintragen lassen (mit reverse lookup etc.), und dann im Problemfall das Zonefile auf einen der anderen Provider updaten - die propagation time dürfte bei DENICdirect ziemlich niedrig sein . . . hoffe ich.
Ein nettes Thema ist auch: Datensicherung. Backups in welcher Form auch immer werden immer gerne mal stiefmütterlich betrachtet. Eben weil es erstmal "totes Material" ist, dass sich nicht aktiv am Geschäftsgeschehen beteiligt. Das Geschrei ist dann groß, wenn die fünf Jahre alten Bänder sich dann plötzlich nicht mehr rücksichern lassen, oder der Hinweis im Sicherungsprotokoll, dass es Fehler gab, einfach ignoriert, wenn überhaupt zur Kenntnis genommen wird. Und gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, die "nur" einen Server für alles haben, sind dann dem Ende nahe, wenn die Daten weg sind. Aber Unternehmer sind da manchmal ganz komisch.....
Ich glaube nicht, dass es bei allen "großen" einfacher ist. Aus eigener Erfahrung kenne ich mehrere Firmen ( > 10.000 Mitarbeiter), bei den es einen Aufstand in Richtung ihrer Dienstleister gibt, wenn etwas nicht funktioniert (Geschäftsabläufe unterbrochen sind). Konstruktive Verbesserungen werden einfach ignoriert oder verlaufen im Sande, da sich niemand zuständig fühlt. Andererseits hat man manchmal das Gefühl, dass die gleichen Firmen auf Buzzwords von Hard- und Softwareherstellern hereinfallen und genau dieses Produkt/Feature unbedingt und sofort haben müssen ... koste es, was es wolle!
Joah - Suhlen im Matsch . . . und das meine ich nicht mal "böse": Diese Szenarien sind Alltag.
Stichwort "Basel Zwo" - siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Basel_Zwei Lass einen Dienstleister zwei, drei Tage ohne die wesentlichen Datenbanken überstehen, und dann warte noch die eine Woche, die für die Rekonstruktion des "Backup" notwendig sind: Schon ist eine Woche des Geschäftsjahres in den Sand gesetzt, und es dauert weitere drei bis vier Wochen, bis die Mannschaft die Rückstände unter Strapazen wieder in den Griff bekommt und für Produktives nicht zur Verfügung steht. Sch... auf Brummwörter wie "operationelle Risiken": Der Laden steht still, wenn die Infrastruktur nicht will. Kapiert kaum einer in der echten Tragweite - immer wieder erstaunlich.
Ich bin genau der Meinung von "Kommentator". Vorallem weil ich dadurch meinen Lohn verdiene: Mein Arbeitgeber ist Anbieter einer räusper sehr guten Anwendung im Bereich OpRisk.
Ich will allerdings wiedersprechen was "technisch versierte Leute" in "grossen Unternehmen" angeht... Wir haben da so unsere Erfahrungen gemacht.
Meine Kundschaft egal ob gross oder klein (und ein paar richtig grosse sind dabei) zeigen alle aehnliche Verhaltensweisen.
Grundsaetzlich sind alle Kosten erst mal boese. Andererseits laesst man sich dann Quatsch andrehen, wie proprietaere Monitoringsysteme die nicht wirklich was taugen. Hauptsache man kann jemanden verklagen im Zweifel des Falles. Solide bestehende Strukturen werden durch Blink/Kunterbunt Applikationen abgeloest, die Fernwartung oder Monitoring ermoeglichen sollen und gaaanz toll aussehen. Die aber den Techies auf beiden Seiten das Leben nicht wirklich einfacher machen, weil die notwendigen Prozesse darauf nicht abbildbar sind. Aber Hauptsache dem Kunden was verkauft auch wenn es der letzte Mist ist. Die Techies werden ja nicht befragt was sie davon halten, dass sind ja alles nur Schwarzredner und der Entscheider im Anzug weiss es sowieso "besser" ! Da kann ich dann auch verstehen wenn Kunden dann irgendwann nicht mehr investierren wollen. Da hilft dann auch keine Redundanz mehr, sondern nur noch Augen zu und durch und das ganze ausbaden, oder den Dienstleister rausschmeissen. |
IPv4 vs. IPv6Du bist hier via
![]() SucheÖkostromKalenderKommentareDo, 24.05.2012 21:20
Ich finde es nicht verwerflich
euch danach zu fragen.
Ihr h
abt halt einen super support!
Ich finde die Frage nic [...]
Do, 24.05.2012 20:37
Ich wuerde da weniger auf eine
n "Gesellen" im Browser tippen
, sondern eher auf ein gehackt
es Script auf seiner Web [...]
Do, 24.05.2012 19:14
Och,
ich empfinde das noch al
s relativ neutral. Und so frag
t er halt einfach nach bei dir
.
Do, 24.05.2012 17:34
Da halte ich mit Wellensittich
und "Hansi" dagegen
Do, 24.05.2012 15:49
"Man" aka Kunde/Kundin muss mi
t der Frage nur kreativ genug
umgehen, dann bietet die reich
lich Variationsmöglichke [...]
Do, 24.05.2012 15:06
Deshalb benutze ich bei solche
n Fragen als Antowrt immer die
Namen von hochwertigen Lebens
mitteln wie Schweinskopf [...]
Do, 24.05.2012 13:26
Der Ton ist leicht anklagend,
aber er ist dennoch noch sehr
weit weg, was ich schon so an
der Hotline erleben muss [...]
Do, 24.05.2012 13:12
Naja, was heißt "als erstes".
Man ist Werbung ja gewohnt auf
allen Seiten zu sehen. Zumind
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