Dienstag, 26. Oktober 2010IPv6-RoadmapTrackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag
Keine Trackbacks
Kommentare
Ansicht der Kommentare:
(Linear | Verschachtelt)
18 Trillionen IPv6-Adressen für jeden DSL-Kunden: Ob das ausreicht, um mit allen Endgeräten online zu kommen?
Erst mal vorab: Danke für diese Info. Ich finde es gut, dass du hier einen Einblick in den aktuellen Stand gibst.
Aber ich würde diesen Kommentar ja nicht schreiben, wenn ich nicht was zu meckern hätte Als DSL-Kunde hätte ich dann ein /64. Das bietet mir zwar über 18 Trillionen IP-Adressen, aber wenn ich die IPV6-Autokonfiguration (das Äquivalent zur DCHP-Adressvergabe in IPv6) nutzen möchte wird das /64 bereits komplett benötigt. Ich kann mein LAN zuhause also nicht mehr unterteilen, sondern muss meine Rechner, mein Multimedia-Equipment, meine WLAN-Hardware und ggf. auch WLAN-Geräte von Besuchern alle in das selbe Subnetz stecken. Und die Frage "Würdest du 18 Trillionen Hosts in das selbe Subnetz stecken?" zeigt doch auch deutlich auf, dass diese Zahl reine Augenwischerei ist. Da habe doch derzeit mit NAT und einem privaten, unterteilbaren 192.168.0.0/16 eine Lösung, die mir für den Anwendungsfall DSL-Kunde deutlich besser gefällt. Als Server-Kunde hingegen habe ich überhaupt keine Vorstellung, wofür ich ein /48 jemals brauchen könnte. Letztendlich ist das mehr als das 65-tausendfache des Bereichs, den ihr einem DSL-Kunden zuweisen wollt. Ich würde jedem Kunden (egal ob Root-Server oder DSL) ein /56 geben und das bei tatsächlichem Bedarf dann (ggf. wie bisher gegen Gebühr) erweitern. Ich vermute aber, dass es da recht wenig Bedarf gibt.
Ich würde das anders machen: /56 fürs DSL (Ja, ich nutze mehr als ein IPv4/IPv6 Netz zu Hause) und ein /64 auf dem Server. Evtl. auch ein /56, wenn ihr wollt, dass die Kunden tunneln können.
Du kannst ja zwei netze mit dem gleichem subnet haben, es werden ja dank unterschiedlicher mac keine gleichen ips zugewiesen. Die Trennung ist dann eben weniger logisch als mehr physisch, dadurch dass die Netze z.B. nur durch einen einzigen Router verbunden sind.
Es steht dir natuerlich auch frei vanity-addressen oder dhcpv6 zu verwenden. QUOTE: Du kannst ja zwei netze mit dem gleichem subnet haben, es werden ja dank unterschiedlicher mac keine gleichen ips zugewiesen. So funktioniert Routing aber nicht, mal ganz davon abgesehen, dass man nicht zwingend verschiedene MAC-Adressen hat, sondern diese durchaus auch mehrfach vorhanden sein können. QUOTE: Es steht dir natuerlich auch frei vanity-addressen oder dhcpv6 zu verwenden. DHCPv6 wird von kaum einem OS überhaupt unterstützt, außerdem ist es mindestens idiotisch, eine der sinnigsten Neuerungen von IPv6 (stateless autoconfiguration) wirkungsvoll zu verhindern. Selbst Big-T plant seinen Residential-Kunden ein /56 zuzuweisen - siehe beispielsweise hier bei heise: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-Telekom-konkretisiert-IPv6-Plaene-1102458.html Es wäre mir überhaupt neu, dass man an Festverbindungen nur /64 zuweisen will, alle mir bekannten Pläne sehen entweder ein /56 oder ein /48 vor. Somit bekommt man mindestens 256 /64 - das sollte für Privatkunden ausreichend, aber eben auch notwendig, sein. Warum man jedem dedizierten Host ein /48 zuweisen sollte, ohne dass der Bedarf dafür geklärt ist, erschließt sich mir ebenfalls so überhaupt gar nicht. Ein dsl-Anschluß von maitu wäre für mich damit nutzlos, da ich zu Hause jetzt schon fünf Netze hinter einem Router habe (LAN, WLAN, DMZ, VoIP, Media wie vdr und Streamingclients) - übrigens unterstützen meine Telefone gar kein DHCPv6, wohl aber via radvd zugewiesene IPs und Bereichsoptionen, ebenso wie meine Rechner im LAN und im WLAN (Debian, SuSE und Windows 7).
So ein monstergroßes Netz ist zwar problemlos möglich, aber imho VÖLLIG unverhältnismäßig. Selbst mit der praktisch „unendlich“ großen Anzahl an IPv6-Adressen muss man diese doch wohl nicht in fast 20 Trillionen Adressen umfassenden Paketen an die Kunden raushauen.
Du denkst zu sehr im IPv4-Schema, allerdings befindest du dich da in bester Gesellschaft
Ohne Manuel nun zu nahe treten zu wollen - aber alleine die Formulierung QUOTE: (...) ergo 1.208.925.819.614.629.500.000.000 IPv6-Adressen(...) zeigt, dass er sich noch nicht allzu ausgiebig mit der Materie beschäftigt hat - und auch er befindet sich damit ebenso in bester Gesellschaft.Die Formulierung ist ebenso unsinnig wie richtig - übersetzt in das alte "IPv4-Schema" sagt er nämlich, dass er dem Kunden bei Zuweisung eines IPv4-/32-Prefixes "über 130.000 TCP- und sogar UDP-Ports" bereitstellt und zu ihm routet. Das ist zwar richtig - aber eben auch unsinnig. IPv6 ist mitnichten nur die schiere Vergrößerung des zuteilbaren Raumes an Prefixen bzw. eindeutigen Adressen - damit einher gehen ettliche weitere Neuerungen. Beispielsweise existiert hier auch der Begriff des "interface identifiers", der Teil der Adresse sein kann, aber nicht muss (das sind die letzten 64 Bit der Adresse). Daraus folgt, dass man kein kleineres Prefix zuordnen kann, wenn man den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, und 128-64 ergibt nunmal 64. Würdest du kleinere Prefixe zuordnen, würde beispielsweise die privacy-extension (in der jetzigen Implementation der mir bekannten IPv6-Stacks) nicht mehr tun, einfaches renumbering täte nicht mehr usw. - quasi alle qualitativen Verbesserungen, die mit IPv6 einher gehen, fielen weg. Auch die hier genannten Voraussetzungen gehen an der Realität vorbei. Die Carrier gehen schon lange auf IP-Only-Lösungen über - für Privatkunden bedeutet das beispielsweise, dass statt klassischer Telefonie über TDM-basierte Lösungen (POTS und ISDN) durch IP-basierte Dienste ersetzt wird. Selbst Big-T vermarktet das seit kurzem wieder aktiv. Oder nehmen wir klassische Triple-Play-Angebote, also vereinfacht "TV übers Internetz" - da haben wir schon mindestens drei Netzsegmente, die man unterteilt haben möchte, das machen die Carrier heute auch schon (zumindest diejenigen, die Komplettangebote vermarkten wie Bigt-T, Vodafone und Telefonica über O2 bzw. Hansenet). Die routen auch heute schon zwei bzw. drei voneinander unabhängige Netze zu dir nach Hause, wenn du deren Angebot willst. Zwar sind das heute noch Netze aus dem RFC1918-Bereich, aber den gibt es bei IPv6 so nicht mehr, außerdem führt das oft zu Komplikationen bei den Endkunden, was zu erhöhtem Supportaufwand führt (Telefonica macht deren SIP-Server grundsätzlich nur über deren Intranet im Bereich 10/8 erreichbar, also registrar$foo.sip.alice-dsl.de löst grundsätzlich auf eine IP in AS6805 auf, darüber wird die Registrierung aber mit einem 403 ohne weitere Begründung abgelehnt; kontaktiert man über die RFC1918-Adresse funktionierts; das alles ist für den Residential zwar völlig transparent, ebenso das Routing über ein anderes VLAN - aber wenn er an seinem CPE den LAN-Adressraum verändert, also von einem Segment aus 192.168/16 in eines aus 10/8, und zufällig gerade das /23 trifft, auf dem das CPE deren Intranet anspricht, wird so manches Billig-CPE ganz strubbelig - und der Residential wird in aller Regel völlig hilflos sein - wie übrigens auch so mancher wannabee-ISP, der dort wholesale-Kunde ist To make a long story short: Es ist ein grundsätzlich falscher Ansatz, IPv6-Prefixe bis zu einem /128 herunterbrechen zu wollen und dort dann die Menge der zuteilbaren Adressen hochzurechnen. Man muss, um IPv6 vollständig nutzen zu können, auf /64-Prefixe für die jeweils nutzbaren Segmente herunterbrechen - es geht zwar auch kleiner, nur fällt einem das irgendwo immer auf den Fuß und man sollte das nur dann machen, wenn man genau weiß, was man da tut. Einfacher gesagt - du bekommst, wenn dein ISP dir ein /56 zuweist, eben in erster Linie nicht 4722366482869645213696 einzelne Adressen, sondern ("nur") 256 /64-Segmente, die du nutzen kannst. Man kann nun allenfalls fragen - braucht ein Residential überhaupt mehr als ein /64? Aktuell wohl eher nicht - nur habe ich oben versucht zu skizzieren, wohin der Trend geht - man will möglichst alles über IP realisieren, und da ist es sinnvoll, die einzelnen Netze auch trennen zu können (PCs, Telefone, Mediareceiver usw.), sowohl physikalisch als auch logisch. Ich habe das nun bewusst vereinfacht, aber nicht sinnentstellend, versucht zu beschreiben. Ich sehe ständig, dass eigentlich intelligente und technisch versierte Menschen versuchen, ihre "IPv4-Erfahrung" auf biegen und brechen auf IPv6 anzuwenden, und da stoßen sie oft auf unverständnis. Das liegt -so glaube ich- oft daran, dass sie sich kaum mit der Entstehung von IPv6 befasst haben, nur das Ergebnis sehen, und dann vieles nicht so einleuchtend empfinden - Paradebeispiel ist immer das hochrechnen auf einzelne /128.
Ich finde mich dort oben in der Liste nicht wieder. Ich bin noch Bestandskunde des Serverhousing. Werde ich damit also wie ein Rootserver-Kunde behandelt?
Dann noch eine übliche Meckerei: selbst 4 Milliarden für mich alleine ist schon zu viel. Ich kriege ja nicht mal 256 voll. Was mache ich dann mit 'nem /48er???? Zumal ich derzeit gerade mal 4 feste IPv4 habe.
Coole Sache, Manuel. Schon wieder guckt ein großer Teil des Internets auf das Zentrum des Internets in St. Wendel
Erstmal möchte ich Manitu gerne meinen deutlichsten Lob aussprechen, dass das Thema IPv6 so einen großen Stellenwert hat. Manitu ist wirklich ein toller Hoster!
Zum Thema Subnet: Für Server werden von den IP-Adress-Verwaltungen (RIPE & Co.) /48-Subnets empfohlen. Man könnte natürlich auch kleinere Subnets nehmen oder dem Kunden einzelne IPs zuweisen. Dadurch würde jedoch die Routing-Tabelle in den Core-Routern schlichtweg explodieren. Deswegen hat man sich darauf geeinigt, nicht zu verschwenderisch mit den Adressen umzugehen... Ich würde jedoch auch gerne bei den DSL-Zugängen lieber ein /56 statt ein /64 nutzen, weil es die Konfiguration einfach ungemein erleichtert und verschönert. /48 für die Server finde ich gut. QUOTE : Für Server werden von den IP-Adress-Verwaltungen (RIPE & Co.) /48-Subnets empfohlen. Ähm, es gibt eine RFC der empfiehlt ein /48 pro Customer Site zu verwenden. Ob ein einzelner Server jetzt als Site gilt oder nicht, kann man sicher lange diskutieren. Die neusten RIPE Richtlinien sehen IIRC ein /56 als Standard für kleinere Sites vor. Und wozu bitte brauche ich auf einem Server 65k Netze? Ein /56 macht u.U. Sinn, wenn man tunneln möchte. Das verschwenden von Adressen ist übrigens gewollt, neben den immer knapper werdenden IPv4 Adressen wächst die globale Routing Tabelle an. Dies liegt u.A. daran, dass die meisten nicht ein großes Netz im BGP anouncen sonder viele kleine. (siehe auch http://bgp.potaroo.net/). Mit IPv6 bekommt man viele Netze mit vielen Adressen, dass soll den Wildwuchs wie er jetzt bei IPv4 herrscht etwas mindern. Und wenn wir in 20 Jahren feststellen, dass wir mit 2000::/3 zu verschwenderisch umgegangen sind, haben wir ja noch 4000::/3, 6000::/3, .... Also maitu: /56 fürs DSL und evlt. auch /56 für die Server.
Hi,
Ich frage mich immer wieder: Was mache ich dann damit? Hier im Haus gibt es 3 Server (einer (Linux) zum spielen, einer (ebenfalls Linux) als Datenablage und einer (OS-X) mit allen wichtigen Diensten), 6 Workstations (WinXP und OS-X), mehrere Notebooks (WinXP und OS-X) und verschiedene andere Geräte (Laserdrucker, Ipad/IPhone, Debug Interfaces, ISDN/DSL Router, ...). An das Internet angebunden primär über einen Netgear FVS338 und einem Kabelmodem, sekundär über DSL/ISDN. Die Router "verstecken" alles über NAT (und ja, ich darf da mehrere Rechner anbinden). Mit Ausnahme der Server, einiger Windows Kisten und der OS-X Systeme kann kein weiteres Gerät IPv6, selbst der Netgear Firewall/Router und der LANCOM nicht. Komplett auf IPv6 umstellen wäre also ein größerer Aufwand, und das ganze müsste ich irgendwie über IPv4 Tunneln da meine Internet Anbindung IPv6 nicht her gibt. Also mehr als Spielerei kann ich für mich da gerade nicht erkennen. Oder sehe ich etwas falsch? Gruß Martin
Oute ich mich jetzt als Jemand der von IP V6 keine Ahnung hat wenn ich sage, mir reicht doch eine IP ?
Oder in wie fern unterscheided sich dass hier von IP V4? Hier im Netzwerk hab ich gerademal 10 IPs (ohne Mobilgeräte), von ausen alles über die selbe IP erreichbar. Ich denke mal nicht dass ich jemals mehr als eine benötigen würde. Ein Apache, ein FTP... fertig.
Ja, genau. 9k6 waren auch mal rasend schnell, wer braucht schon 56k, 64 oder gar 128kbit/s Internetzugang? Ach was, Wer bitte braucht 50Mbit/s download von VDSL?! Ist doch reine Verschwendung!
Ich möchte noch vorschlagen, dass es möglich sein sollte ganze Subnetze zu routen. So wäre es sinnvoll das ein Kunde sowohl ein /48er als auch ein /64er Netz bekommt. Aus dem /64 weißt der Kunde jedem Server eine IP zu. Zusätzliche Subnetze aus dem /48 werden dann via next-hop auf die jeweilige IP geroutet. So kann man am Server mit dem Netz machen was man will und es ist pro Server nur eine IP per NDP "herauszufinden". Außerdem würde man sich so bei Virtualisierunglösungen die unschöne PROXY NDP Lösung sparen.
Das Routen ganzer Subnetze halte ich auch für sehr sinnvoll.
Das angekündigte /48er Netz pro Serverkunde sollte dafür ausreichen. Man kann ja IPs aus einem /64er Subnet (aus dem /48er Netz) den Server direkt zuweisen und dann weitere /64er Subnetze (aus dem /48er Netz) auf diese IPs routen.
IPv6-Traffic zu verschenken, macht durchaus Sinn - leider ist die Kundenbasis gerade im Dialup-Bereich ziemlich mager. Es ist aber spannend zu sehen, welche Services schon jetzt per Default miteinander in v6 reden, wenn sie können - und welche partout nicht. Stichwort "MySQL"...
Nachdem wir nun seit etwa 5 Monaten produktiv in v6 sind und sage und schreibe zwei Kunden sich dafür interessiert haben, kann ich zwar den "IPv6 Ready" Aufkleber überall draufkleben, aber verkäuflich ist das wirklich noch nicht.
Hallo Manuel,
wie ist denn mittlerweile der Stand bei IPv6 für DSL-Kunden? Ich bin bisher noch kein Kunde, würde aber gerne zu euch wechseln. Mir wär IPv6 echt wichtig. Mein jetziger Provider -- kannst du anhand der IP-Adresse ja leicht identifizieren Dankeschön!
Ich warte auch schon gespannt auf die Verfügbarkeit von IPv6, dürfte ja nicht mehr allzu lange dauern
|
IPv4 vs. IPv6Du bist hier via
![]() SucheÖkostromKalenderKommentare zu Hochtourig
Sa, 26.05.2012 02:28
At present, many excellent pla
yers have already in big games
in adizero [url=http://www.newairyeezy2.com][b]kanye [...]
Sa, 26.05.2012 00:19
Naja die meisten Kunden sind h
alt keine Experten, wenn in me
inem Fenster eine Werbetafel e
röffnet werden würde, da [...]
Fr, 25.05.2012 23:17
http://blog.fefe.de/?ts=b14989
2a
Besser?
Zitat: "Micro
soft erwirkt Einfuhrstopp für
Android-Geräte von Motor [...]
Fr, 25.05.2012 19:46
Arbeit anderer 1:1 kopieren !=
dem was die Patenttrolle mome
ntan veranstalten.
Fr, 25.05.2012 18:54
Naja ne AGB ist ja auch schnel
l geschrieben, aber kaum wird
sie kopiert ist das geschrei g
roß
Do, 24.05.2012 21:20
Ich finde es nicht verwerflich
euch danach zu fragen.
Ihr h
abt halt einen super support!
Ich finde die Frage nic [...]
Do, 24.05.2012 20:37
Ich wuerde da weniger auf eine
n "Gesellen" im Browser tippen
, sondern eher auf ein gehackt
es Script auf seiner Web [...]
Do, 24.05.2012 19:14
Och,
ich empfinde das noch al
s relativ neutral. Und so frag
t er halt einfach nach bei dir
.
LinksKategorienImpressum & Werbung |