Skip to content

Gehaltserhöhungs-Rundumschlag

Der aktuelle Ölpreis macht es nötig: Wir haben heute für alle Mitarbeiter ab dem 01.06.2008 alle Gehälter um 50 Euro brutto pro Monat aufgestockt, um den bisherigen Ölpreisanstieg zu kompensieren.

Die Ergänzungen zu den Arbeitsverträgen habe ich gerade unterschrieben. Ich vermute, dass sich keiner dagegen wehren wird :-) und die gegengezeichneten Verträge umgehend zurückkommen werden.

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Sven

Woah! Du brauchst nicht zufällig noch ne Coder-Schlampe? :)

Martin

Also wenn du noch einen Entwickler bzw. Admin brauchst just kidding..

Nette Aktion auf jeden Fall. Erhöht die Motivation (=Leistung) sicher mehr als es dich im Endeffekt kostet.

Big2k

doof nur, wenn man von die 50 € nicht viel hat *G

Manuel Schmitt (manitu)

Deswegen ja 50 Euro. Ich habe den mittleren Mehr-Bedarf pro Mitarbeiter auf etwa 25 Euro berechnet, dann sollte das ja passen.

Barney Bum

Und Cheffe hat sich dann 200 EUR mehr verordnet. Auch ein 530d (oder was genau ist es nun wieder?) schluckt ja ganz ordentlich. Wobei der ja eigentlich eh komplett von der Firma finanziert wird (und damit von der Allgemeinheit gesponsort, wie alle Nobelgeschäftskarossen ;))...also falsches Gedankenspiel.

Manuel Schmitt (manitu)

Erstens: Als Einzelunternehmer habe ich kein Gehalt, sondern auf alles, was die Firma erwirtschaftet, muss ICH Steuern zahlen. Selbst auf Geld, das nie geflossen ist, weil der Kunde nicht zahlt (zumindest erstmal).

Zweitens: Jedes Automobil, das ich geschäftlich und privat nutze, schluckt Sprit. Diesen Sprit zahle ich aus dem, was mein Unternehmen erwirtschaftet. Und die Allgemeinheit zahlt das sicher nicht. Wenn dem so wäre, wäre Selbständigkeit-Sein cool. Leider verstehen einige Menschen nicht, dass man nur absetzen kann, was man auch bezahlt, und dafür muss man es auch erstmal verdient haben. Das einzige, was für mich als "Vorteil" herausspringt, ist eine pauschel Besteuerung des privaten Anteils, sprich ich muss kein Fahrtenbuch führen, sondern "darf" pauschal 1% des Brutto-Neuwagenwertes pro Monat versteuern. Und das ist, im Einzelfall betrachtet, richtig viel Geld. Ich bekomme also nichts von der Allgemeinheit geschenkt, sondern muss (wenn es gut läuft) nur ein bisschen weniger Steuern zahlen (von dem Geld, was ich erwirtschaftet habe).

Barney Bum

Das war jetzt eigentlich nicht so gedacht, dass du dich rechtfertigen musst. ;)

Naja, wieso du (immer noch) EU bist, verstehe ich bis heute nicht. Aber das ist deine Entscheidung.

Und zum Thema Geschäftswagen... wäre das nicht definitiv lohnend, es über die Firma (die dann weniger Gewinn und damit weniger Steuern erwirtschaftet) laufen zu lassen, würde es keiner tun. Da aber die absolute Masse von solchen günstigen Autos wie BMW X5 oder Porsche Cayenne auf Firmen zugelassen sind (beim Cayenne sind es wohl über 90%!), lohnt es sich. Geschäftsleute verstehen etwas von Geld und würden es nicht tun, wenn es keine Vorteile brächte. Da brauchen wir glaube ich nicht groß zu diskutieren.

Stefan K.

Er hat doch gar keine Firma.

Barney Bum

Natürlich hat er das. Auch ein EU/Kaufmann firmiert unter einem Namen.

Stefan K.

Eine Firma ist der im Handelsregister eingetragene Name eines Unternehmens. Das geht bei Einzelunternehmern nur als eingetragener Kaufmann. Dann müsste im Impressum aber manitu e.K. stehen.

SvenS

Ja ja das übliche Neidthema. Wie Manuel schon geschrieben hat, die Allgemeinheit zahlt bei Dienstwagen nichts, überhaupt nichts. Sie bekommt unter Umständen weniger Steuereinnahmen, aber etwas nicht zu bekommen heisst nicht etwas zu bezahlen. Alle Aufwendungen die ein Unternehmen hat, auch die ungeliebten Dienstwagen, werden mit Geld bezahlt das die Firma/der Unternehmer erwirtschaftet hat.

Aber das sind ja unwichtige Details die im Land von Gerechtigkeitsfanatikern und Sozialromantikern nicht gern gesehen werden, deshalb blendet man sie aus.

Manuel Schmitt (manitu)

:-D

Vor allem vergisst "man" dabei eines immer ganz gerne nebem dem Angesprochenen: Ich zahle ja auch für das Auto, sprich der Hersteller macht Gewinn, den er wiederum versteuern muss. Und wenn man jetzt mal Milchmädchen-haft rechnet, ist das in etwa 1:1. Sprich entweder ich nehme mir den Wagen und der Hersteller bezahlt die Steuern, oder ich nehme ihn nicht, dafür zahle ich die Steuern (wegen Mehrgewinn). Somit ist es eigentlich nur eine Verlagerung!

Anonym

Wie sagte meine Mutter so schön?

Die Firmen schieben sich das Geld so lange hin und her, bis keines mehr da ist, das zu versteuern wäre.

Recht hatte sie.

Manuel Schmitt (manitu)

Dann wäre es angebracht, dass Ihr beide mal einen kleinen Steuer-Crash-Kurs belegt. Das Hin-und-Herschieben mag ja "Praxis" sein, doch ist es nicht so, dass die Steuerlast als Summe dadurch sinkt. Sie wird nur verlagert. IRGENDEINER zahlt die Steuern!

Philipp

Leute, kleine Unternehmen wie Manitu sind wirklich die falschen Ansprechparner für Euren (teilweise berechtigten) Sozialneid. Die wirklichen Verursacher der sozialen Schieflage in Deutschland sind ganz andere. Also lasst Manuel doch seinen Wagen ;)

Marcel Dunkelberg

Ein 530d (was für 'Diesel' steht) ist übrigens ein recht undurstiger Geselle. Mit 7-10 Litern kommste da schon hin wenn du den nicht immer mit 240 über die A1 knallst.

Gruß
Marcel

Mo

Von dir könnte sich der Großteil der Arbeitgeber in diesem Land mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Beneidenswert.

Grüße
Mo

Jo

Brauchst du ab September 2009 einen frisch ausgebildeten Fachinformatiker? :D
Das ist ja traumhaft bei euch...

David

Nunja, bedingt durch die steigenden Lebenshaltungskosten und Inflation ist dieser Schritt früher oder später eh nötig geworden.
Aber nicht jeder Chef macht das freiwillig oder gar gerne. Produktionsfaktor Arbeit ist immer noch die mitunter größte Kostenstelle.

Christian

Hut ab Manuel! Das nenne ich soziale Verantwortung des Arbeitgebers gegenüber seinen Mitarbeitern.

Christian

es wurde doch mal über einen jungen Mann gebloggt, der immer mim Fahrrad zur Arbeit kommt. Kricht der die 50 auch?

Peter Mender

Hochachtung vor so viel sozialer Verantwortung, Manuel.

Für manch anderen Arbeitgeber wäre das auch was, für die hätte das den netten
Nebeneffekt, dass man für die nächsten mind. 12 Monate sämtliche Anfragen nach
einer Gehaltserhöhung abblocken könnte... "Aber wir haben doch gerade die 50..., das geht
jetzt wirklich nicht". So spart man sich ggf. die "echten" Gehaltserhöhungen komplett.

Brilliant.

Manuel Schmitt (manitu)

Nein, die spare ich mir zumindest nicht. Die jedes Jahr üblichen und ebenfalls in der Regel unaufgeforderten gibt es nochmal on top!

metal-heli

Beim Lesen von solchen Beiträgen weis man wieder mal, warum man bei dir (wenn auch nur sehr kleiner) Kunde ist. Hut ab!

A.

Ich finde, dass das ein feiner Zug von Dir ist. Das ist vorbildlich. Dass Du Dich dann in der Dikussion in den Kommentaren rechtfertigen sollst, das ist wirklich traurig und typisch in Deutschland. Ich für meinen Teil habe das Gönnen, die Achtung und die Dankbarkeit gelernt und verzichte in meinem Leben weitgehend auf Neid.

Weiter so, Manuel!

Kommentator

Feiner Zug von Dir, finde ich gut. Es hat noch längst nicht jeder "Unternehmer" oder Geschäftsführer verstanden, dass Motivation Aufgabe und nicht nur lästige Floskel ist.

Wer nicht mit dem PKW fährt, kann das Geld ja für eine Fahrkarte verwenden oder für das nächste Fahrrad (oder das nächste Fahrrad-Update ;) verwenden. Der ÖPNV soll allerdings im Saarland wegen der wohl brontal ländlichen Struktur leider nicht so viel hermachen . . . (erzählen Kollegen aus der Gegend; ich selber wohne im kolossal gut versorgten Hamburch).

Webratte

Wieviele Mitarbeiter/innen hast du denn?

Find ich übrigens richtig STARK!

hiphappy

Mal eine ernstgemeinte Frage:
ich arbeite in einer Firma, wo auch paradiesische Zustände herrschen (sprich: man bekommt jährlich eine gewisse Gehaltserhöhung, welche Inflation/Spritkosten/etc. ausgleicht).
Aber ich habe noch nie einen neuen Arbeitsvertrag oder Ergänzung dazu unterschrieben.
Ist das zur Absicherung oder was steckt dahinter?

Barney Bum

Brauchst du nicht. Wenn es ein paar Monate so lief, ist das als "Betriebliche Übung" und damit als gegeben zu qualifizieren. Quasi Gewohnheitsrecht, da ist nichts mehr mit einem plötzlichen "Ach wir lassen es ab jetzt wieder".

Sven

Man braucht für eine Gehaltserhöhung keinen neuen Arbeitsvertrag. Ein einfacher Brief vom Chef reicht vollkommen aus - der Arbeitnehmer kann sich dagegen gar nicht "wehren".

Manuel Schmitt (manitu)

Da bin ich nicht 100% Deiner Meinung. Durch eine Erhöhung könnte es rein rechnerisch zu einer Verschlechterung der Gesamt-Situation bei Verheirateten kommen, somit gäbe es durchaus Gründe, warum ein Mitarbeiter KEINE Erhöhung möchte!

Zum zweiten ist der Vertrag nicht nötig, aber er gibt beiden Seiten eine Rechtssicherheit. Es ist doch kein Problem, einen Zwei-Zeiler zu texten, jeder setzt seine Unterschrift drunter und fertig. Dann weiß jeder bescheid. Lieber ein Stück (klaren) Textes mehr als zu wenig.

Kommentar schreiben


Wichtiger Hinweis: Wer hier aus SEO- oder anderen Werbe-Gründen auf eine kommerzielle Seite verlinkt,
geht einen Vertrag über kostenpflichtige Werbung ein. Konditionen und weitere Hinweise.
Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
BBCode-Formatierung erlaubt
Formular-Optionen