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Plesk oder nicht? (2)

Vielen Dank für Eure rege Beteiligung, Kommentare, Anregungen zur Frage "Plesk oder nicht?".

Ich gebe zu: Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte natürlich, wie Ihr es finden würdet, wenn wir Plesk als optionales aufpreispflichtiges Add-On anbieten, sprich weiterhin minimale Server, und wer möchte, kann sich Plesk dazubuchen.

Daher nocheinmal die Frage an alle: Wie seht Ihr das unter dem Aspekt?

Kommentare

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Alphager

Optional dazu: gerne. Ich werde es nicht bestellen.

Wenn allerdings Plesk-Nutzung Pflicht wird, um bestimmte Features (z.B. rund um DNS) zu nutzen, bin ich weg.

Manuel Schmitt (manitu)

Um Gottes Willen - NEIN! NIEMALS!

Martin Thielecke

Neee, wenn Plesk wirklich, wie hier (http://www.theofel.de/archives/2011/07/plesk-speichert-unverschluesselte-paswoerter.html) beschrieben, die Passworte im Klartext speichert, wollt ihr doch nicht wirklich dem nicht so bewanderten Linux-Server-Admin noch eine Sicherheitsluecke installieren, oder?

dermarlo

seit plesk 10 ist zumindest das, was in der psa.shadow steht nicht mehr plain text (ich bin mir aber nicht sicher, ob da nur der admin-user gespeichert wird, oder auch weitere).

Allerdings ist das auch eher suspekt - das angeblich einweg-gehashte passwort kann man in seiner "verschlüsselten" Form zB mysql problemlos als passwort übergeben...

Außerdem gibt es seit neuestem ein Plesk-PAM-modul, dass sich bei ausführen von passwd zwischenschaltet, das neue passwort zusätzliche 2 mal abfragt (also insgesamt 4 mal) und dann irgendein foobar in der psa.shadow sowie psa-datenbank treibt. Niemand von Parallels konnte mir bisher sagen, wieso es das tut ;)

thomas

warum nicht cPanel?

Metty

Also ich muss ehrlich sagen das Plesk nicht das non plus ultra ist, aber man sollte es nicht einfach gnadenlos verteufeln.
Plesk ist sehr nett wenn es darum geht z.B. einem Kunden auch die Möglichkeit geben möchte selber Emailadressen anzulegen etc....

Von meiner Warte her wäret ihr dann endlich interessant für einen Providerwechsel evt.

Christian Boltz

Solange es nur um Mailadressen geht, kann ich PostfixAdmin empfehlen. Der macht genau das - Mailadressen verwalten (incl. der Option, einem Kunden Administrationsrechte für seine Domain(s) zu geben). Und ist deutlich angenehmer zu nutzen als Plesk.
Disclaimer: Obiges ist Eigenwerbung - ich bin bei der PostfixAdmin-Entwicklung kräftig beteiligt ;-)

Was Plesk angeht, wäre meine Frage: Wieviel Schmerzensgeld bekomme ich, wenn ich das Ding verwenden muss?
Ich habe mal die Mailadressen aus einer Plesk-Datenbank rausoperiert und zu PostfixAdmin migriert. Nur soviel: es gibt noch etwas schlimmeres als die Plesk-Weboberfläche - die Plesk-Datenbankstruktur ist noch viel schmerzhafter...

Andreas

Ich denke nicht dass es um das verteufeln von Plesk geht.
Sondern um das verteufeln von den Kunden die man sich damit ins Boot holt.

Leute die schlicht und einfach keinen Root Server haben sollten weil sie sich nicht damit auskennen.
Für die gibt es Managed Server und "normalen" Webspace.

Nichts spricht dagegen wenn ein erfahrener Admin Software wie Plesk einsetzt um bestimmte Aufgaben zu vereinfachen und sich selbst Arbeit zu sparen.

Aber wer das ganze benötigt der kann es sich doch auch selbst installieren.
Wer das nicht kann, bitte sofort auf einem Managed Server umsteigen.

Christian Boltz

QUOTE:
Nichts spricht dagegen wenn ein erfahrener Admin Software wie Plesk einsetzt um bestimmte Aufgaben zu vereinfachen und sich selbst Arbeit zu sparen.


Ich halte es für extrem mutig, die Wörter "Plesk" und "vereinfachen" in einem Satz zu verwenden. Und dann auch noch in Kombination mit "erfahrener Admin"... ;-)

Sogar der eher klickend veranlagte Mensch in der Agentur war sehr dankbar, als er einfach ein Script "newhosting" aufrufen konnte (das dann ein paar Dinge via "read" abfragt), anstatt sich mühsam durch Plesk klicken zu müssen. Grob geschätzt war ab dem 5. so angelegten Hosting die Zeit zum Schreiben des Scripts schon eingespart.
Ähnlich ist es beim Anlegen von Datenbanken - da legt mein kleines "newdb"-Script nach Eingabe von Datenbank-Name, gewünschtem Username und Passwort (auf Wunsch auch Zufallspasswort) Datenbank und MySQL-User an, bevor die Plesk-Oberfläche überhaupt komplett geladen ist. (Die Plesk-Version damals[tm] hat erst ein paar hundert Bilder geladen - keine Ahnung, ob aktuelle Versionen das auch noch machen.)

Anders ausgedrückt: Der "erfahrene Admin" schreibt sich ein paar kleine Scripte, wenn er etwas "vereinfachen" will. ;-)

Das einzige, das ich nicht auf Konsolenebene machen will, ist die Verwaltung von Mailadressen - das wird irgendwann unschön. Aber dafür gibt es ja PostfixAdmin ;-)

Ansonsten volle Zustimmung - wer keine Ahnung von Linux hat, sollte keinen Rootserver betreiben (oder jemanden beauftragen, der sich damit auskennt).

yetzt

Nur für richtig viel Geld. Und bitte in ein eigenes Subnetz.

Stefan

Also ich finde die Idee sehr gut.

Es gibt sicherlich genug Personen so wie mich, die nicht so bewandert sind das sie Ihren Server ohne viel Unterstützung einrichten können, aber denoch gerne einen eigenen Server haben möchten/brauchen.

Ich denke hierbei auch an Personen die erst noch lernen müßen wie alles funktioniert.

Mein erster Server hatte Confixx. So konnte ich direkt starten. Und mal ehrlich, nur weil Linux ein gutes System ist, muß deswegen doch nicht jeder dieses einrichten können. Mittlerweile kann ich meinen Server selber einrichten, aber auch nur mit Hilfe von Foren und Howtos. Und ich fände es einfach gut, wenn Administrationsoberflächen direkt mit Servern bestellen zusammen bestellt werden können.

Aber mir stellt sich eine Frage, warum nur Plesk? Oder soll das erstaml so sein, mal gucken obs ankommt und dann vielleicht auch andere mit anbieten Confixx ect. Oder ist das komplett ausgeschloßen?

yetzt

Nein. Wer nicht weiß, was er tut, wollte weder Autofahren, noch für einen Server verantwortlich sein. Es gibt drei Möglichkeiten: Fahren lernen, Chauffeur anheuern oder Fahrrad fahren. Ohne Lappen und Fahrkurs mit der Automatikschaltung durch die Welt zu tuckern und hoffen dass alles gut geht, ist keine Lösung.

Andreas

Wer einen Server nicht ohne solche Software administrieren kann, der soll gefälligst normalen Webspace oder einen Managed Server nehmen.
Er hat dadurch keinerlei Nachteil, nein sogar nur Vorteile.

Aber mit einem Root Server wärst du eine Gefahr für das Internet.

Sebastian Marsching

Ich habe einige Zeit lang bei einem Provider Kundendienst für die Root-Server-Produkte - zunächst mit Confixx, später mit Plesk - geleistet. Zumindest damals (die Erfahrung liegt schon einige Jahre zurück) hat es nicht unbedingt Spaß gemacht diese Produkte zu unterstützen.

Dass durch scheinbar einfach zu bedienende Administrator-Schnittstellen Kunden angezogen werden, die vielleicht besser einen Managed-Server nehmen sollten, ist das eine, von vielen bereits angesprochene, Problem. Aus unternehmerischer Sicht kann man sich aber natürlich darüber freuen, dass diese Kunden zusätzlichen Umsatz bringen.

Das andere Problem ist, dass - zumindest damals - Probleme mit den angesprochenen Administrations-Lösungen sich oft nur schwer nachvollziehen und noch schwerer beheben ließen. Dies lag nicht zuletzt auch daran, dass es sich um Closed-Source-Produkte handelt, bei denen man zum Teil nur raten kann, was eine Komponente macht.

Wenn man dann einem Kunden zur Lösung seines Problems nur auf eine vollständige Neuinstallation verweisen kann, ist das weder für den Kunden noch für den Kundendienst befriedigend.

Vielleicht hat sich aber die Qualität der Software inzwischen deutlich verbessert, meine grundsätzliche Abneigung gegen Closed-Source-Software für wichtige Infrastruktur bleibt aber trotzdem bestehen. Vielleicht wäre es tatsächlich besser, auf ein Open-Source-Produkt für diesen Bereich zu setzen, selbst dann wenn es (noch) nicht den gleichen Funktionsumfang bietet.

Daniel

Hallo,
ich habe mal eine zeitlang mit Confixx gearbeitet. Ich war damals nicht zufrieden damit und fummel mein System lieber selber per vi (oder auch emacs :P ) kaputt anstatt das von Confixx übernehmen zu lassen ;).

ABER: Irgendwie verstehe ich die Frage nicht. Bietet das doch einfach mit an. Wer es will nimmt es, wer es nicht will nimmt es nicht.

Gruß
Daniel

Sebastian Bertho

Diese Vorurteile "Leute die Plesk benutzen sind Vollidioten" sind schon lustig zu lesen...

Wer es mag soll es nutzen - wer nicht halt nicht. Ob nun das "mal eben selbst geschriebene" Skript einer einzelnen Person so deutlich besser ist als ein System dass beretis viele Jahre an Entwicklung und Wartung hinter sich hat mag auch mal dahingestellt sein.

Ich persönlich mag diese Admin-Systeme nicht, weil mir die Einarbeitung in diese Dinger zu viel Arbeit ist und ich den Weg ohne diese Systeme gewohnt bin. Aber wenn jemand damit seine Server einfacher konfigurieren kann - warum nicht? Klar kann man sich das selber installieren - aber sowas kostet Zeit und damit auch Geld. Ebenso kann man sich auch eine aktuelle Distribution installieren - trotzdem kostet auch das Zeit und Geld. Sowas spielt dann schon bei der Auswahl des Servers zumindest für mich eine wichtige Rolle.

Und was bitteschön soll das mit dem "eigenen Subnetz"? Ein Server wird doch nicht über Plesk übernommen - sondern über Fehler in Anwendungen oder in vom Administrator "mal eben geschriebenen Skripten" (oder Erweiterungen) allgemein. Und da ist die Update-Moral und Selbsteinschätzung bei wohl 90% der Admins im Netz eher suboptimal - unabhängig davon ob da nun ein Plesk, Confixx oder was auch immer auf dem Server läuft.

Andreas

"Leute die Plesk benutzen sind Vollidioten"
Wo hast du irgend etwas in dieser Art gelesen?

Es wird nur gesagt dass man sich damit auch Kunden anzieht die sich nicht auskennen und lieber einen managed Server nehmen sollten.

Wer Plesk verwenden möchte kann es sich ja gerne installieren.
Wer das aber nicht kann, der sollte auf keinem Fall einen root server haben...

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