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Italien: Bis 1.000 Euro in bar

Dann könnten wir das Bargeld auch gleich abschaffen:

Supercomputer jagt Italiens Steuersünder

Kommentare

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sim4000

Erinnert mich an Ripley aus Wargames II.

Toni

Richtig so! Auch die Reichen müssen ihre Steuern zahlen! Lesenswert ist auch dieser Artikel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verblueffte-steuerfahnder-arme-italiener-fahren-ferrari-a-807362.html

G. Orwell

Freu dich mal nicht zu früh. Es geht weder nur um Reiche noch nur um Steuerhinterzieher, das ist nur der erste Schritt in ein edelmetall- und bargeldloses System.

Wie willst du da noch deine Meinung/Freiheit verteidigen können, wenn man dich mit einem Knopfdruck (oder auch nur durch "ein Versehen") jedem Vermögen und jedem Zugang zu möglichen Handelspartnern abschneiden kann? Hoffentlich hast du dir dann damals (a.k.a. heute) genug Spiegel-Artikel ausgedruckt, damit du überhaupt noch was "zu fressen" hast und den Liegeplatz unter der Brücke etwas eindecken kannst.

Toni

Flugblattaktionen lassen sich auch leicht mit weniger als 1000 Euro finanzieren. Und für einen Ferrari kann man auch einiges an subversivem Material eintauschen.

Hast du Vorschläge, wie die weit verbreitet Steuerhinterziehung in Italien sonst effektiv bekämpft werden könnte?

Manuel Schmitt (manitu)

Darum geht es mir persönlich nicht.

Alle zu bestrafen, weil eine (zum Glück noch:) Minderheit sich gesetzeswidrig verhält, halte ich nicht für sinnvoll. Das ist dasselbe Thema wie bei der Vorratsdatenspeicherung.

Und mal Hand aufs Herz: Jemandem, der eh schon Steuern hinterzieht, zu verbieten, mehr als 1.000 Euro in bar auszugeben, dürfte bei vermutlich nur ein müdes Lächeln hervorrufen. Im Zweifelsfall wird das Geld eben anders oder übers Ausland gewaschen.

Zumal ich mir an dieser Stelle nicht mal zu 100% sicher bin, dass es EU-Verfassungs-konform ist, einem EU-Bürger vorzuschreiben, wann er wie Bargeld, das ja nicht dem Staat Italien gehört, auszugeben hat. Zumindest nicht im EU-Ausland.

DennisXD

Betrachten wir das ganze mal aus einer anderen (etwas idealistischen) Perspektive:

Eine große Anzahl an Menschen weigern sich, Steuern zu bezahlen.
Steuergelder werden von der Regierung zur Finanzierung des Landes verwendet.
Die Regierung ist eine Institution, die dem Volk dienlich sein soll.

Eine große Anzahl an Menschen, die dem Volk angehören sollen, sehen keinen Bedarf für die höhe des Ausgaben, die die Regierung hat und zwingen die Regierung durch das verweigern der Steuerzahlungen zu sparen, da die Regierung ja dadurch weniger Geld hat.

Anstatt also nun irgendwelche Kredite aufzunehmen, könnte die Regierung auch einfach entsprechend des Haushaltes, der durch Steuereinahmen zustande kommt, das Land finanzieren.

Ich bin der Meinung, dass Steuern grundsätzlich freiwillig sein sollten, so dass jeder Mensch frei entscheiden kann, wieviel ihm die Ordnung des öffentlichen Lebens, die Verwaltung des Landes, die Finanzierung von sozialen Einrichtungen und Institutionen wert sind.

Gemeinnützige Organisationen dürfen sich ausschließlich aus Spenden finanzieren. Eine Regierung ist (idealistisch betrachtet) eine gemeinnützige Institution.


P.S.: Mir ist bewusst, dass das Utopie ist.

Toni

Wenigstens siehst du ein, dass es eine Utopie ist. Bedingt durch unser Wirtschaftssystem würden bei dieser Utopie 99 % der Menschen genau 0 Euro Steuern zahlen.

Schulen gibt es dann keine mehr, aber die Unternehmen (die es sich leisten könne) werden die Menschen spezialisiert auf die benötigten Berufe ausbilden.
Schließlich bringt die Summe x im Schlungszentrum der Firma mehr Arbeiter für die Firma hervor als die gleiche Summe x als Steuer. Und dass es dann keine Polizei, Feuerwehr etc. mehr gibt kann der Firma ja egal sein, in ihrem Gelände haben sie die auch selber.


PS: #3 ist die Antwort zu #2.1.1.1

Toni

Klar, das Ausland bleibt ein Schlupfloch, aber irgendwo muss man ja anfangen.

20 % ist zwar mathematisch noch eine Minderheit aber wenn diese den Staat um ein Drittel der Einnahmen betrügen fangen Minderheiten doch langsam an zu gefühlten Mehrheiten zu werden. Nach dem Motto 'Pepe ist auch nie erwischt worden, warum sollte ich mehr zahlen'. Und dass eine konsequente Durchsetzung des Steuersystems dringend notwendig ist, sieht man in Griechenland.

Sicherlich ist es für die unschuldigen 80 % nicht toll auch den Regeln zu unterliegen, aber anders geht es halt nicht. Die 42.518(!!!) Besitzer von Yachten oder Flugzeugen mit nur geringem Einkommen sind doch ein Hohn für den ehrlichen Steuerzahler und für das Steuersystem.

Wenn man dieses "Alle, auch die ehrlichen, unterliegen diesen Regeln" nicht will dürfte man auch keine Quellensteuern im Gesetz haben. Denn sicherlich würden z.B. auch einige ihr Einkommen in der Steuererklärung (auch ohne Einkommensteuerabzug an der Quelle) korrekt angeben und die werden durch die Quellensteuer auch gegängelt.

Und mal ehrlich, wie oft im letzten Jahr hast du schon Beträge von mehr als 1000 Euro bar bezahlt?

Klar, das Ausland bleibt ein Schlupfloch, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Christian

Wenn man einen Steuerhinterzieher daran hindert, beim Juwelier die Rechnung für die neue Goldkette in bar zu zahlen, so zahlt er die Goldkette eben ohne Rechnung in bar und zwingt auch den Juwelier dazu Steuern zu hinterziehen.

So schauts aus! :-/

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