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60,99 offene Posten Kinderspielzeug

Man sollte meinen, dass ein großes, namhaftes, deutsches Unternehmen aus der Spielzeugbranche in der Lage ist, eine Rechnung über 60,99 Euro (brutto) zu begleichen. Sollte man. Wir wurden eines Besseren belehrt.

Aber unsere Buchhaltung ist da hart und gnadenlos. Auch für Kunden, die potentiell als Referenzkunden dienen könnten, gibt es keine Gnade. Auch die erhalten das normale Mahnverfahren inklusive Creditreform. Und die Kündigung.

Gleichberechtigung muss sein :razz:

Kommentare

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Sebastian

Ich bin da mittlerweile auch schmerzlos. Es wird einmal freundlich gemahnt, ggf. vorher auch mal nachgefragt, und dann gehts ab ins Inkasso.

Bei vorgesetzten Einkaufsbedingungen, die 30-90 Tage Zahlungsziel vorsehen, kann man doch eine pünktliche Zahlung erwarten.

Meine Erfahrung ist ja, je größer und je staatlicher das Unternehmen, desto schlechter ist die Zahlungsmoral. Habt ihr da ähnliche Erfahrungen gemacht?

Lars

Auch unserer Erfahrung nach sind größere Unternehmen tendenziell langsamer beim Bezahlen. Unterschiede zwischen staatlich vs. privat sind meist eher bei Ausschreibungsverfahren, aber Bezahlung klappt ähnlich schlecht.

nohoff

Vorallem machen sie den meisten Aufwand.
Kleiner Handwerker kauft bei uns ein:
Handwerker kommt, sagt was er gerne kaufen möchte, Lieferschein wird geschrieben und Rechnugn zugeschickt oder gleich mitgegeben, Geld ist meistens in 3-5 Tagen da.

Große deutsche Firma welche Lötgeräte herstellt:
Mitarbeiter kommt und würde gerne was kaufen. Er informiert sich was und wieviel das kostet und geht unverrichteter Dinge. Dann kommt per E-Mail eine Preisanfrage (meistens für einen Artikel für 15 Euro brutto). Preisanfrage wird per Mail beantwortet dann bekommen wir eine Bestellung. Dann müssen wir den entsprechenden Mitarbeiter per Mail darüber informieren, dass die Ware lagernd ist, ansonsten bekommen die das nicht in ihr blödes System und wir bekommen nach 14 Tagen eine Mahnung zur Bestellung. Mitarbeiter holt Ware ab. Wir schicken die Rechnung an das Unternehmen. Dann dauert es zwischen 14 und 30 Tagen bis intern die Rechnung zur Bezahlung freigegeben ist.

Normal müsste man aus den 15 Euro gleich 30 Euro machen um den Mehraufwand zu bezahlen. Rabatt gibt es jedenfalls keinen mehr.

Jetzt denkt euch den Spaß mal bei einer Reparatur eines Gerätes aus bei dem quasi die genaue Summe erst nach der Auftragsvergabe feststeht. Da kriegen die in ihrer Buchhaltung immer wieder Schweißausbrüche so dass man sich darauf einigt man setzt am Anfang einen großzügigen Preis für die Reparatur an und man hat keinen Mehraufwand.

Kai

Eine große europäische Firma, die in der seriennahen Protoypenfertigung von Großfluggeräten tätig ist, gönnt sich wohl standardmäßig 100 Tage Zahlungsziel. Man stelle sich vor, dass jemand dort zuliefert und die Rechnungen dann schnell auch mal fünf-sechsstellig werden.
Die Stadt Hamburg zahlt präzise (Zahlungseingang) zum angegeben Zahlungsziel.
Eine Heuschreckenfirma aus dem Pflegebereich zahlt, war aber anfangs nicht in der Lage, eine alphanummerische Rechnungsnummer in die Überweisung/Buchhaltung zu integrieren. Folge: "Die Rechnungsnummer ist doppelt".
Erfahrung: je kleiner die Firma, desto besser. Systembedingt hat dann jemand noch den Überblick und im Zweifelsfall überwacht Scheffe die Überweisungen persönlich.

densch

... Oder Scheffe vergisst die persönlich ;)

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