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Gentoo + manitu = Webhosting

Endlich! Wir haben heute damit begonnen, unsere Webhosting-Server zu Gentoo Linux zu migrieren.

Für unsere Kunden ganz sanft und im Hintergrund. Nur ein kurzer Pieks (Reboot) und alles wird gut (tm).

Es war ein hartes Stück Arbeit in den letzten Wochen und Monaten, v.a. da wir unser Administrations-Interface selbst programmieren und derzeit - zumindest in Teilen - "doppelt" (eher mit vielen Fall-Unterscheidungen) pflegen müssen. git sei Dank geht das ganz wunderbar.

Wir freuen uns, wenn die Migration aller Server durch sein wird. Das wird noch ein paar Wochen dauern. Aber die erste Flasche werden wir sicherlich noch diese Woche öffnen.

Als Ausblick für die Zukunft kann ich jetzt bereits verraten, dass wir stetig neue Features nachlegen werden. Die Wunschliste unserer Kunden ist umfangreich, und wir arbeiten bereits an kleinen Wundern ;-)

Kommentare

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Leere Dose

Unter was liefen sie denn vorher?

Manuel Schmitt

Das war mal RedHat. Bis wir es zerpflückt und in Teilen durch CentOS ersetzt haben, und den großen Rest haben wir selbst (auf Basis von RedHat/CentOS) gepflegt.

Andi

Gibt es denn für uns Webhosting-Kunden einen Vorteil, dass jetzt sozusagen im Hintergrund Gentoo läuft?
Schade, ich habe wirklich eine richtige Innovation erwartet. Und darum habt ihr jetzt so eine Geheimniskrämerei betrieben?

Manuel Schmitt

z.B. dass Du ab sofort die neueste Software von $soziemlichallem bekommst.
z.B. dass die Performance gesteigert wird

Zur Geheimniskrämerei: Ein bisschen solltst Du uns auch verstehen: Bei so einem Projekt freut man sich wie bolle, und wenn man die Katze erstmal im Sack und dann rauslässt, ist die Freude noch größer!

Und ich sagte ja bereits: Da kommt noch einiges! Dazu war aber Gentoo erstmal die nötige Grundlage.

Andi

OK, du verstehst nur, dass es für mich als Webhosting-Kunden relativ egal ist, was im Hintergrund für ein System läuft. Ob natürlich ein Onlineshop nun performanter läuft weil mit Gentoo alles "passend für die Prozessor-ID" durchkompiliert wurde oder ob man vorkompilierte Pakete nimmt, "naja", das ist schon eine sehr theoretische Diskussion, als wenn man z. B. nun statt HDDs SSDs in die Server verbaut oder den RAM erweitert. Oder wie kommt der Perfomancezufluss zustande?
Ggf. hat es Vorteile in eurer Organisation, was mich wiederum als Webhosting-Kunden auch nicht interessiert!

Ich hatte nur eine Innovation erwartet und dachte, das ist die Enthüllung, aber es ist wohl mehr ein Zwischenbericht auf dem Weg zu einer richtigen Innovation. Der Nerd freut sich über sowas als mehr als der normale Kunde, schon klar.

Ich glaube, andere Hoster würden gar nicht so detailliert über ihre Webhostingumgebungen sprechen, warum auch - außer man möchte z. B. marketingtechnisch bewerben, dass man einen HA-Cluster betreibt mit SSDs o.ä.

John Doeer

Du befindest dich hier aber auch nicht auf einem Marketing-Blog von manitu, sondern auf einem privaten Blog von jemanden, der ein wenig aus dem Nähkästchen erzählt. Theoretisch könnte sich Manuel hier auch wie Bolle freuen und erzählen, wenn er neuen Rollrasen bekommt ;-)

Manuel Schmitt

Jetzt wo Du das mit dem Rollrasen sagst... kleiner Scherz.

Aber ja, auch ich freue mich hier wie Bolle. Denn ich fürchte, bevor ich weiter aus dem Kästchen nähplaudere ;-), wird es schwer, die Dimension des Projekts zu erkennen.

Aber auch dazu werde ich noch etwas bloggen :-)

Avarion

Hat das (positive) Auswirkungen auf die Geschwindigkeit des Webmailclients?

Lucien

Finde ich super. War schon ein echtes Pro Argument für Eure root Server.

Manuel Schmitt

Danke :-)

Michael Kohl

Ich finde die Vorankündigung auch hoffnungslos übertrieben. Hut ab vor eurer Leistung, aber das gleiche oder ähnliches machen andere Hoster auch. Mit dem Unterschied, das sie es nicht an die große Glocke hängen. Und sind wir mal ehrlich. Du machst das ganze ja nicht aus wohltätigen Gründen sondern eher weil du eure internen Abläufe optimieren willst.

Ähm? | @Michael

Solche "anderen Hoster" betreiben aber auch eher ein Business-Blog. Dies hier ist eher privater (emotionaleres) Business-Blog - vgl. Überschrift "aus dem Leben".

Für den einzelnen der daran werkelt ist es daher schon eher etwas Größeres. Für das Große und Ganze natürlich nicht.

Du musst auch bedenken, dass Manuel dann weniger schreibt und damit auch etwas von "dem Leben" verloren geht. Das ist dann für andere stille Mitleser eher weniger schön :-/

Manuel Schmitt

Danke, @Michael. Das tat gerade richtig gut!

Debian Verfechter

Auch wenn ich Gentoo nur aus dem Freundeskreis kenne weiß ich wieviel Arbeit alleine die Pflege das Linux sein kann.

Ich kenne Manitu nicht persönlich aber unser Verein ist dort Kunde. Ich weiß von unserem Administrator dass Manitu da wohl deutlich mehr Energie reinsteckt als die meisten anderen Hostingunternehmen.

Vermutlich geht es hier auch nicht darum mal eine CD einzulegen und dann auszuwählen ob Debian oder Gentoo sondern viel mehr eine komplette Geschäftsanwendung anders auzulegen.

Ob etwas übertrieben ist kannst Du Michael Kohl doch erst bewerten wenn du das Ding selbst gesehen hast?!

Antje Faber

Interessant! Für Kunden macht das jetzt ja noch keinen Unterschied, aber ich kann mir schon vorstellen, dass so eine Migration ein gewissen Aufwand bedeutet.

Und wahrscheinlich fließt ja auch ein wenig was ins Gentoo-Projekt zurück ;)

Manuel Schmitt

Das tun wir bereits seit langem. U.a. sponsorn wir die Gentoo Foundation :-)

Florian

Ich freue mich drauf. Danke!

Manuel Schmitt

Das freut mich :-D

Django

Gentoo hatte ich auch mal verwendet, aber auf Dauer war es durch "breaking changes" schwer zu pflegen. Und das Compilieren braucht Zeit.

Habt Ihr einen Compile Server und verteilt die Pakete oder wie macht Ihr es?

Manuel Schmitt

Ja - wir haben so eine Art von Compile-Server, aber deutlich mehr als das.

Darüber werde ich in einigen Wochen berichten :-D

Django

Danke für die Antwort - ich bin gespannt :-)

Christian Kühnke

Also, ich begrüße die Umstellung, vielleicht laufen dann künftig auch ssh-keys mit ed25519!? ;-)

Ich glaube, man unterschätzt leicht, wie groß so ein Vorhaben für einen Hosting-Dienstleister ist. Schließlich handelt es sich nicht um einen privaten Gaming-PC, sondern an jeder der Webhosting-Maschinen befinden sich Anwendungen im Echtbetrieb, die es mit minimaler Auszeit umzustellen gilt. Und nach der Umstellung sollten auch keine Überraschungen passieren.

Und dann berücksichtigt bitte auch die Größe von manitu. Das ist kein Unternehmen, in dem man mal eben eine 10-köpfige Projektgruppe für so etwas bilden kann. Das läuft alles neben dem Tagesgeschäft mit.

Manuel Schmitt

Danke :-)

Manuel Schmitt

Und ja, die 25519 wird gehen / tut es bei dir schon!

Josef

Würde mich Mal interessieren, ob euch die Flexibilität von Gentoo wirklich was bringt.
Wir sind vor einiger Zeit wieder zu Debian zurück, weil dem ganzen Overhead mit neu compilieren usw. nur wenig Vorteile gegenüber stehen.
Wenn man richtig viele identische Kisten hat, schaut das vielleicht anders aus.

Würde mich wirklich interessieren, welche Vorteile ihr habt (in einigen Monaten oder so).

Jede Schritt weg von RedHat ist aber IMO ein Fortschritt (außer zu SuSE).

Dieter Mosbach

Kann es sein, dass sich dadurch die Apache/SSI-Konfig geändert hat?

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