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Der Verkauf von .org

Wir haben heute Morgen unsere Daten zu den Unterzeichnern von savedotorg.org geschickt. Eine wirklich gute Sache.

Gerade wir als Hoster werden von einem Verkauf von .org betroffen sein. Ich persönlich befürchte ja, dass die Domains nicht nur minimal, sondern durchaus merklich teurer werden könnten.

Denn sind wir 'mal ehrlich: Gerade beim Preis können Registrare, Hoster und letztendlich Kunden nicht (mehr) viel machen, wenn die Preiserhöhung erst einmal im Raum steht. Und ein Investor tut das (ein Kauf) ja quasi nie aus ethischen oder sozialen Gesichtspunkten heraus, sondern aus Gründen der Generierung von Profit (entweder im laufenden Betrieb über Erträge oder über einen späteren, höheren Verkaufspreis).

Daher lieber vorher gegensteuern und zumindest Widerstand leisten, damit all diese unsäglich geldgeilen Investoren (ich ich mag den Terminus "Investor" eigentlich nicht wirklich, er ist ja primär positiv assoziiert) einen gewissen Gegenwind spüren. Vielleicht wird dann die Angst vor einer Fehlinvestition so groß, dass die Bewertungswaage kippt.

Kommentare

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Fabian

Ich finde es immer gut, wenn etwas in privat-wirtschaftliche Hände geht. Und mich wundert es, dass du das in diesem Fall anders siehst.... Jedes bisschen staatliche Kontrolle ist ein Weg in den Sozialismus und im Sozialismus wird es Manitu nicht geben.

Es gibt auch mehr als genug Domainendungen. Selbst WENN .org teurer wird - meine Güte, dann nehm ich halt .site oder .group oder .eu oder .institute oder sonst was.....

renke

Über Sinn und Unsinn von staatlichen vs. privaten Dienstleistungen lässt sich streiten. Aber sicherlich nicht bei .org - der Registrar PIR war schon immer privatwirtschaftlich organisiert, z.Z. noch als Non-Profit-Stiftung.

Fabian

Das GAC ist ein Regierungskomitee der ICANN und aktuell hat die ICANN einen ziemlich starken Einfluss auf die Geschäftspolitik des PIR. Wenn demnächst Ethos Capital das PIR übernimmt, wird dieser Einfluss schrumpfen - was gleichzeitig bedeutet, dass der Einfluss der Regierungen auf das Internet abnimmt (auch wenn es im Vergleich zum Notwendigen keinen merklichen Einfluss haben wird).

masterX244

Für Vereine mit viel gedrucktem infomaterial kann sowas teuer werden wenn alles angepasst werden muss. und wenn der verein schon lange die domain hat kann da auch genug altlast entstehen wenn man alles umstellen muss. (manche computer/it-vereine bieten den mitgliedern auch e-mail-adressen über ihre domain an ==>eine änderung ist sehr lästig)

Randalf

Solange man mit seiner Domain nicht einfach zu einem anderen Anbieter wechseln kann (wie es im Telefonmarkt aus guten Gründen seit vielen Jahren durch den Gesetzgeber erzwungen wurde), macht Regulierung absolut Sinn. Sonst sind die Kunden dem Betreiber auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, da der Wechsel einer seit langem etablierten Domain extrem kostspielig werden kann, vom Reichweitenverlust einmal ganz abgesehen.

Lenny

Manuel, das finde ich nicht fair. Ich gehe von aus, dass die ein oder andere NGO Kunde bei euch ist.
Warum zeigt ihr euch hier nicht solidarisch und würdet eine anfallende Preiserhöhung für die .org-Domain abfangen?

Fabian

Ich gehöre nicht zu Manitu und kann deshalb nur mutmaßen. Aber ich würde vermuten, dass es berechtigte wirtschaftliche Gründe hat. Es wird wohl auch kaum einer erwarten, dass die Supermärkte die Milchpreise kompensieren, wenn mal die Subventionen gestrichen werden sollten.

Hoschi

Finde ich gut, dass sich Manitu bei der Gegenwehr etwas engagiert.

Manchmal habe ich doch das bedrückende Gefühl, dass der totale Kapitalismus noch etwas eingedämmt wurde, so lange es ein mögliches Gegenmodell gab. Verkaufen wir doch die Wasserwerke an einen privaten Anbieter...was kann schon schief gehen?

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