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Zwischenfazit zum Home-Office

An dieser Stelle möchte ich einmal ein kleines Zwischenfazit zum Home-Office ziehen.

Prinzipiell klappt technisch alles einwandfrei. Die geteilte Lösung "zu Hause" plus "ein Team vor Ort" funktioniert. Sachlich lässt sich daran ersteinmal nichts aussetzen.

Und jetzt kommt das Große "aber". Es fehlt einfach der zwischenmenschliche Kontakt. Egal wie toll die Team-Lösung auch immer ist, kann weder ein Chat noch eine Video-Konferenz die Tasse Kaffee im Sozialraum, den Small-Talk beim Bäcker oder die Ideen-Findung im Meeting ersetzen.

Daher mein persönliches Fazit: Für mich und damit uns, auch wenn es sich noch so sehr anbietet, wird Home-Office niemals eine echte Alternative sein. Und soweit ich das sehe, werden alle froh sein, wieder gemeinsam ins Büro zurückkehren zu können. Hier gibt es intern schon Diskussionen, wer in welcher Woche im "Team vor Ort" sein darf (ernsthaft!).

Kommentare

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Martin

Man kann sich an alles gewöhnen ... genauso vom 2er Büro ins Großraumbüro ... geht auch irgendwann ....

Aber ein echter ITler braucht doch keine Sozialkontakte ...

Andreas G.

Für mich ist das Homeoffice sehr entspannend. Keine Kollegen die durch die Büros rennen statt den Flur zu benutzen, keine ständig klingelnden Telefone, keine Bauarbeiter und kein Straßenlärm.

Zudem spare ich mir jeden Tag 1,5 Stunden in denen ich nur unterwegs bin um von Zuhause zum Büro zu kommen und am Abend wieder nach Hause. Zudem ich es Abends auf dem Weg zum Auto oft mit Schnorren und Betrunkenen zu tun. Alles andere als angenehm.

Wenn man den Parkplatz direkt vor dem Gebäude hat und in der Nähe wohnt mag das alles anders aussehen aber das alles habe ich nicht.

Und was die Sozialkontakte im Büro angeht so bestehen diese oft daraus das ich die Arbeit der anderen auch noch machen muss während die eine Raucherpause nach der anderen einlegen.

Bodo Riffer

Ich glaube, da kommt es auch schwer darauf an, wie gut das Arbeitsklima ist. In einigen Betrieben werden die Beschäftigen bestimmt schon vor dem Tag bammel haben, wenn sie den Kollegen und/oder dem Chef wieder in die Augen schauen müssen.

masterX244

Gehöre auch zu denen die das Gefrotzel in den Pausen vermissen. (Gab bei uns mittags teils die absurdesten Dinger die Stück für stück über mehrere Kollegen gegangen sind bis sie fertig waren (ein Kollege hat was begonnen, danach hat ein anderer das Ding weitergesponnen und das paar mal)). Genauso den Schabernack der manchmal ausgeheckt wird. (leere Whiteboards sind da zu einladend)

Hoschi

Freue mich auch wieder auf Werkarbeit, also Workoffice.

Es ist schön für den Handwerkbesuch oder Arzt mal zwei Tage Homeoffice machen zu dürfen. Wochenlang? Nein Danke!

Kennt ihr das noch? Gute Arbeitgeber bieten kleine Büros und sichere Werkstätten, saubere Sanitäreinrichtungen. Oft Duschen. Größere auch ein Kantine oder sogar eine Kita! Und eine Trennung zwischen Berufs- und Privatleben war uns wichtig. Gerade dann, wenn man seinen Beruf als Berufung betrachtet und nicht nur als "Job".

Früher galt Heimarbeit - völlig zu recht - als ein Merkmal prekärer Arbeitsverhältnisse. Momentan zahle ich auch den Unterhalt für mein Büro. Ist nicht schlimm - zum Glück habe ich eines!

Freue mich auf die Rückkehr in die Arbeit :)

Carsten

Warum denn nur immer entweder-oder, warum denn nicht sowohl-als auch?

90% meiner Kontakte sitzen in einer anderen Stadt, die höre ich eh nur am Telefon. Für die restlichen Kontakte würde mir ein Tag pro Woche im Büro völlig reichen. Andere würden gern einen Tag im Home Office arbeiten und sicher finden sich für alle Verteilungen von 5:0 bis 0:5 Interessierte.

Marc

Ich arbeite seit 6 Jahren in Homeoffice. Einen Tag pro Woche fahre ich in die Firma, hauptsächlich um zu schauen ob Unterlagen in meinem Fach liegen und wichtige Dinge direkt zu besprechen.
Meine Kunden und Geschäftspartner sitzen in Asien und den USA. Der einzige dienstliche Kontakt mit meinen Kollegen ist einmal in der Woche ein Statusgespräch wie die aktuellen Projekte laufen bzw. Welche Korrekturen vorgenommen werden müssen. Dafür muss ich nun wirklich nicht je nach verkehrslage jeden Morgen und jeden Abend zwischen 45 und 90 Minuten im Auto sitzen. Immerhin 345h im Jahr die mir niemand bezahlt und in denen ich keine Leistung bringe...
Dazu kommt noch, dass ich im Homeoffice wesentlich produktiver bin als in der Firma und das trotz dass ich zwischendurch mal mit dem Hund raus gehe, etwas zu essen koche oder eine runde joggen gehe. Die Zeit wird halt abends dran gehangen oder am Wochenende noch mal kurz ein paar Minuten was gemacht. Bei mir funktioniert das super und ich habe nicht das Gefühl zu viel oder zu wenig zu tun. Mein Chef bestätigt mir das.
Meiner Meinung nach sollte man es dem Mitarbeiter freistellen, so lange es in seiner Funktion möglich ist, zuhause oder im Office zu arbeiten. Ich hoffe, dass bei einigen ewig gestrigen Arbeitgebern jetzt mit corona die Augen geöffnet wurden und die Politik vielleicht sogar das Recht auf homeoffice schafft.

Andreas2

Wir sind nun seit ca. 10 Wochen vollständig im Homeoffice, davor war ich selbst bei ca. 60% Homeoffice im Durchschnitt, damit aber eher Spitzenreiter schon.
Viele Kollegen haben die Vorteile des Homeoffice nun schätzen gelernt, die allermeisten und auch ich selbst stellen aber fest, dass 100% auf Dauer nichts sind, 60-80% wäre mir selbst lieber.
Besonders anspruchsvoll ist es übrigens, neue Kollegen in dieser Situation einzuarbeiten - komplett ohne real life Kontakt.

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