Skip to content

R.I.P., liebes Fax

Unser Fax hat seit Ende vergangener Woche ausgedient.

Zugegeben: Wir haben uns damit etwas schwer getan, denn es gab durchaus noch Kunden, die das genutzt haben.

Letztendlich haben wir aber, wie vermutlich viele, mit den üblichen Wehwehchen und Problemchen gekämpft: Abgebrochene Verbindungen, nicht sauber zu lesende Details, verlorengegangene Bereiche etc.

Und wenn es dann um einen evtl. juristischen Nachweis geht, ob etwas leserlich oder dargestellt war oder nicht, entstehend unnötige Diskussionen.

Deshalb: R.I.P., treuer Gefährte.

Vielleicht sollten wir auf der vorherigen Durchwahl, der -99, ja einfach eine Piepston-Fax-Gedächtnis-Warteschleife einbauen? :rofl:

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

NetzBlogR

Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: Fast jede FRITZ!Box kann Faxe verarbeiten und schickt diese dann als PDF-Anhang per Mail. Du hast ein ganzes Rechenzentrum rumstehen – da wird doch was möglich sein. ;-)

Sven

Ich denke eher, daß Problem besteht in der flächendeckenden Verwendung von VoIP-Übertragung anstelle des klassischen analogen Telefons, mit der wohl mindestes G3-Faxe so ihre Probleme haben. Und ein unslesbares, teilübertragenes PDF-Fax ist genauo nutzlos wie die ausgedruckte Papierversion.

Zeddi

Genau das was der Sven sagt ;) - das Problem ist nicht das Gerät, sondern das "Tunneln" der "Analog-Digitalen-Fax-Datenverbindung" durch die modernen VoIP netze.

Das geht oft nicht gut da dann X-Fache, verschiedene verlustbehaftete Kompressionen am Werk sind.

Am besten noch wenn man beide Seiten irgendwo "fest" auf 9600 drehen kann, aber so richtig toll ist das auch nicht.

Simon (smrqdt)

Für den Fall, dass die Gegenseite etwas in der Art eines Faxberichts will würde ich ja gerne mal folgende Konstruktion sehen, insb. bei Behörden, die zum Teil als Empfänger mit der Begründung des Faxberichts auf Fax statt E-Mail bestehen (warum auch immer das den Empfänger interessiert):

Eine E-Mail-Adresse, die auf eingehende Mails mit einer signierten Empfangsbestätigung antwortet, die den Inhalt enthält.

Das sollte sich mit S/MIME ohne allzu großen Aufwand umsetzen lassen, und am Ende profitieren alle Seiten davon: Der Empfänger bekommt lesbare Dokumenten (mit Text statt Pixelbrei) und der Absender bekommt eine kryptografisch sicheren Nachweis, dem auch der Empfänger bei Verlust des Dokuments vertrauen kann.

Es gibt vielleicht noch ein paar Hürden hinsichtlich PDFs und komisches Javascript oder so (dann darf man halt nur PDF/A akzeptieren), aber so schwer kann das eigentlich nicht sein.

MOW

Solange normale eMail im Gegensatz zum Fax nicht im Gesetz steht, existiert es für die Behörde nicht. Daher gibt's zur rechtssicheren Behördenkommunikation außer Fax nur solche Krücken wie das beA. Vielleicht irgendwann mal irgendwas mit dem Personalausweis, wenn die Behörden-IT endlich damit umgehen kann.

Ohne PKI für die Signatur des Absenders würde die beschriebene Methode aber wohl sofort als DoS-Reflektor ausgenutzt werden.

Schwachstromblogger

Bei uns passiert das gleiche am Donnerstag. Da schalte ich bei uns 60 Faxgeräte in einem Rutsch und ersatzlos ab.

Irgendwann ist auch mal gut mit dem ganzen "Das haben wir schon immer so gemacht"

T

Und dann gibt es noch Forschungseinrichtungen die Bestellungen per Fax raussenden.... Und das unbedingt so beibehalten wollen -.-

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
BBCode-Formatierung erlaubt
Formular-Optionen