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Corona-bedingte Kündigung eines Marktbegleiters

Ein jetzt Neu-Kunde war lange Jahre Kunde bei einem Marktbegleiter. Aufgrund der Corona-Situation geriet der (Firmen-)Kunde in eine wirtschaftliche Schieflage, die auf dem Papier zu einer Insolvenz - allerdings in Eigenverwaltung - führte.

Pflichtbewusst informierte unser Kunde seinen bisherigen Hoster und bot ihm an, alle Rechnungen im voraus und auf Vorkasse zu zahlen, um einer Kündigung zu entgehen.

Und was tat unser Marktbegleiter? Der sprach die Kündigung aus.

Mit genau derselben Ehrlichkeit und Offenheit kam der Kunde auf uns zu und informierte uns über Situation mit der Bitte, Kunde werden zu "dürfen" - mit demselben Angebot der Vorkasse.

Natürlich haben wir nicht nein gesagt, und wir haben dem Kunden eine reguläre Zahlung via der üblichen Zahlungsarten angeboten. Ohne Ausnahmen oder sonstige Fallstricke.

Und selbst wenn wir damit schlecht fahren sollten, haben wir vielleicht einem anderen Unternehmen in einer schwierigen Situation ein paar Monate über die Runden geholfen.

Es war einmal: C/C++

Heute endet eine weitere Ära bei manitu: C/C++ - bezogen auf unser Back- und Frontend.

Dazu sollte ich vorwegschicken, dass ich im Herzen ein leidenschaftlicher Programmierer bin, dazu noch eingefleischter C/C++-Fan und -Freund. Dieses Ende berührt mich doch sehr.

Dazu eine kleine Geschichte. Im Jahr 1997 - also vor fast 23 Jahren - startete ich zur Abrechnung und Verwaltung der Kunden mit einer eigenen Windows-Software, geschrieben in C/C++. Ich schreibe bewusst C/++, da es zum einen oft ein Mix aus beidem war, und ich (und da werden mir jetzt einige ins Genick springen wollen) in diesem Punkt eigentlich ungern unterscheide. Die Software war anfangs nur Einzelplatz-tauglich, später erweiterte ich sie auf Netzwerk-Fähigkeit.

Schon wenige Jahre später migrierte ich das Tool in eine Web-Applikation, die als in C/C++ geschriebenen CGIs in Verbindung mit MySQL-Datenbanken lief. Das war der eigentliche Anfang unseres heutigen Backends.

Im Laufe der Jahre kamen immer weitere einzelne Tools dazu, und wie es manchmal eben so ist, war C/C++ nicht immer die erste Wahl, gerade wenn es darum ging, "mal eben schnell" ein neues Feature oder ein kleines, separates Tool zu entwickeln.

Da kam PHP ins Spiel. Immer wieder kamen in PHP geschriebene kleine Mini-Anwendungen und Tools hinzu, die ganz unabhängig von C/C++ liefen. Und über lange Jahre hinweg pflegten wir in der Tat Code doppelt, gerade auch was die Datenbank-Schemata anbetraf. Auch und gerade für C/C++ hatten wir über die vielen vielen Jahre hinweg einen eigenen OR-Mapper geschrieben (also Datenbank-Tabelle zu Objekt in C++). Dennoch war es gerade in den letzten Jahren in C/C++ immer mühseliger geworden, neue Dinge so schnell wie in PHP zu realisieren.

In der ganzen Zeit stellte sich mir immer wieder die Frage, auf welcher Basis wir weiterentwickeln wollen, würden und werden. C/C++ ist immer noch mein Kandidat des Herzens, aber wenn man ehrlich ist, geht "sowas" in PHP, Python, Java etc. einfach viel "besser", wenn man besser als einen guten Kompromiss aus schnell, gut und günstig definiert ;-) Es gab durchaus auch Überlegungen eines kompletten Redesigns in Java, letztendlich hat aber PHP das Rennen gemacht.

Auch dort haben wir viel eigenen Code angehäuft, den wir oft wiederverwenden, und auch hier nutzen wir OR-Mapper (auch selbst entwickelte, denn das auf dem Markt existierende entsprach oft nicht unseren Anforderungen).

Und so kam es, wie es kommen musste: C/C++ hat am 30.06.2020 bei uns ausgediehnt. Und ja, das hat mit der Änderung der Mehrwertsteuer zu tun. Denn die Abrechnung war in der Tat das letzte noch verbliebene Einheitchen, und dort wollte ich nicht weiter Energie investieren, und den Code einmal in C/C++ und nochmal in PHP schreiben.

Ich habe heute selbst die letzten C/C++-Code-Reste aus unserem Repository entfernt und den letzten Commit gemacht.

R.I.P. C/C++

P.S.: In einigen anderen internen Dingen nutzen wir weiterhin C/C++, gerade wenn es um Performance geht :-P

Neue Firewall in unseren Webhosting-Paketen "für" WordPress-Brute-Force-Angriffe

Seit heute haben wir in unseren Webhosting-Paketen eine kostenlose Firewall integriert, die Brute-Force-Angriffe auf WordPress-Admin-Logins überwacht und blockiert.

Das Feature ist kostenlos und muss nicht aktiviert werden, egal wo die WordPress-Instanz läuft (sofern man jetzt nicht die Pfade via .htaccess seltsam umbenannt hat - dann dürfte es aber eh egal sein ;-) ).

E-Mails im Webhosting direkt löschen oder abweisen

Seit heute haben wir auf vielfachen Wunsch hin das Feature, E-Mails in unseren Webhosting-Paketen direkt löschen oder abweisen zu können - ganz bequem je E-Mail-Adresse einstellbar:

Gerade in Verbindung mit einem Catch-All kann beides interessant sein, z.B. wenn man nicht generell auf den Catch-All verzichten möchte, sehr viele Adressen in Benutzung sind (und meist auf wenige Postfächer gehen) und man bestimmte (oder auch den "Rest") löschen oder abweisen möchte.

Oder eben auch, wenn eine Adresse "verbrannt" ist - mit oder ohne Information an den Absender ;-)

Beim Löschen werden die E-Mails direkt und ohne Information gelöscht, beim Abweisen erhält der Absender direkt im SMTP-Dialog einen 550 ("Unbekannter Empfänger").

Beides funktioniert auch in Verbindung mit dem Catch-All (sprich "alles außer den explizit angegebenen Adressen löschen/abweisen"), wobei "kein Catch-All vorhanden" genau der Konfiguation "Catch-All plus abweisen" entspricht ;-)

Firmen-Tauglichkeit von Hermes

Ein Paket für uns kam bei 2 Versuchen nicht an. Der Grund: Die Uhrzeit der Zustellversuche:
- 24.06.2020, 19:24:19 Uhr
- 25.06.2020, 20:14:16 Uhr

Wir baten also Hermes freundlich darum, es doch bitte während unserer und nicht so ganz ungewöhnlichen Geschäftszeiten zu versuchen. Die Antwort von Hermes war ernüchternd:

Damit degradiert sich Hermes eigentlich selbst zum Firmen-untauglichen Paketservice.

:kopf-wand:

Und das Ganze hatten wir nun bereits zwei Mal während der letzten Wochen. Das erste Paket ging mittlerweile an den Absender zurück, beim zweiten hat er der Mitarbeiter (bzw. Subunternehmer ;-) ) kurz vor Feierabend noch gerade geschafft.

Wir senken die (Brutto-)Preise zwischen Juli und Dezember 2020

Ich gebe zu: Die Änderungen in der Abrechnung bzgl. des reduzierten Mehrwertsteuer-Satzes waren eine kleine Herausforderung, insbesondere bzgl. der Abgrenzungen. Und wir haben es geschafft. Daher:

Wir senken für alle Bestands- und Neukunden die (Brutto-)Preise für Leistungen, die zwischen Juli und Dezember 2020 erbracht werden, und die regulär mit 19 % deutscher Mehrwertsteuer berechnet würden, auf 16 % - sprich wir geben den Steuervorteil voll an unsere Kunden weiter.

Für vorsteuerabzugsberechtigte Kunden ist das ja nur ein durchlaufender Posten (und daher nicht wirklich relevant), und auch für private Kunden sind das oft nur ein paar Cent Ersparnis. Aber wir möchten und werden dennoch gerne unseren Beitrag leisten.

Auf unserer Webseite weisen wir die Preise sowohl jetzt als auch zwischen Juli und Dezember zum alten Preis mit 19 % MwSt. aus (samt Hinweis). Bewusst. Denn wir finden, dass eine solche kurze Preissenkung nicht als Verkaufsargument oder Lockmittel dienen sollte.

Wir haben heute ein Mailing an alle ("betroffenen") Kunden verschickt, zudem haben wir weitere Informationen auf unserer Webseite unter

www.manitu.de/unternehmen/senkung-der-mehrwertsteuer-in-deutschland/

veröffentlicht.

Und ich verkneife es mir, den Aufwand, das Ganze umgesetzt zu haben, kaufmännisch aufzuarbeiten. :-)

Feedback eines Kunden aus der Corona-Zeit

Wir erhalten sehr viel (positives ;-) ) Feedback unserer Kunden zu unseren Produkten. Es wäre pures Eigenlob, wenn ich das hier ständig verbreiten würde.

Hin und wieder möchte ich aber eine Ausnahme machen, und zwar - wie in diesem Fall - wenn das Feedback eher ein Erfahrungsbericht ist, der ggf. auch anderen helfen kann:


Ich habe jetzt keine belastbaren Zahlen da - weiß aber sicher, dass viele Schulen in den letzten Wochen genau dasselbe Problem hatten und bei uns fündig wurden :-)

Die zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer - mein Vorschlag

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich damit unbeliebt mache, habe ich einen Vorschlag für die zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer.

Ich glaube nicht daran, dass die Senkung trotz all' der Herausforderungen und Hürden noch gestoppt wird.

Deshalb schlage ich vor, es Unternehmen zu überlassen, freiwillig die bisherigen 19 % MwSt. auszuweisen und abzuführen - unter der Auflage, dass dies unter Beibehaltung der bisherigen Brutto-Preise erfolgt.

Das wäre gerade in Branchen, in denen die wenigen Prozentpunkte den Braten nicht fett machen, und in denen das Geld eher "da ist" (seitens der Konsumenten), eine echte Hilfe. Dann würde einfach alles so weiterlaufen wie bisher.

Und wer möchte, darf die 16 bzw. 5 % berechnen - verbunden mit dem buchhalterischen und technischem Aufwand.

Die zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer

Ich bin ehrlich: Ich bin nicht gerade froh, als ich von der zeitweisen Senkung der Mehrwertsteuer erfahren habe - aus Sicht eines Unternehmers.

Ich fürchte, dass das jetzt in den nächsten 26 Tagen ein nicht zu unterschätzender Aufwand querbeet in Deutschland bzgl. der Preisgestaltung sowie der Abrechnung (für Endkunden) werden wird.

Unternehmen, die klassisch im Handel unterwegs sind, haben es da noch einfacher: Sie können basierend auf dem Netto-Preis einen neuen Endkunden-Brutto-Preis festlegen. Kryptische Preise wie 1,07 Euro für eine Packung $wasauchimmer ist ja nichts Ungewöhnliches.

Viel unschöner wird es aber bei Dienstleistungsverträgen mit Endkunden, die auf einem Brutto-Endpreis basieren. Normalerweise sind die genau dort festgenagelt, da der Verbraucher im Gegenzug (berechtigterweise!) auch bei einer Erhöhung erwarten würde, dass der Preis für ihn gleich bleibt.

Es stellt sich - auch für uns - nun die Frage, wie wir damit umgehen (wohlgemerkt: Immer auf Endkunden bezogen). Was machen wir z.B. mit einem Preis für eine Domain von 0,99 Euro pro Monat? Während dieser 6 Monate weiterhin 0,99 Euro berechnen? Oder in der Tat auf 0,97 Euro reduzieren?

Natürlich ist die Reduktion der auf den ersten Blick richtige Schritt (den wir auch gehen wollen und werden) - denn das ist ja der lenkende Gedanke, der von der Politik ausgegangen ist. Der Aufwand, der dahinter steckt, eine gesamte Abrechnung für einen Übergangszeitraum zu ändern, ist allerdings nicht zu unterschätzen. Automatismen und IT und Technik hin oder her.

Nicht nur, dass hier gleich 2 Mal etwas geändert werden muss, so (Achtung: Ironie) freue ich mich schon über die Diskussionen bzgl. Rundungsdifferenzen. Einige Preise lassen sich erst mit 4 Nachkommastellen sauber hin- und wiederzurückrechnen (zwischen Netto, Brutto und jetzt auch noch 2 verschiedenen MwSt.-Sätzen). Endkunden sind damit nicht vertraut - denn sie müssen es ja auch nicht.

Und dann stellt sich noch die Frage, was wir mit den Endkunden-Preisen für Neukunden, die während des Übergangszeitraumes machen. Einen niedrigeren Preis anzeigen - und dann ab 01.01.2021 eine Preisanpassung? Oder den erhöhten Preis, aber in Tat weniger berechnen? Oder den erhöhten Preis und den voll abrechnen?

Mir wäre es lieber gewesen, man (= "die Politik") hätte den Menschen z.B. durch eine Reduktion der Lohnsteuer-Sätze mehr Netto gegeben. Aber da wäre der Aufwand ja beim Staat entstanden - und der hätte das vermutlich nicht in 26 Tagen stemmen können ;-)

Eure Kommentare, Anregungen etc. sind herzlich willkommen!

Wir sind nominiert für die Service Provider Awards 2020

Und da ich finde, da es die "Corona-Situation" zulässt, the same procedure as every year:

Auch dieses Jahr sind wir wieder nominiert für die Service Provider Awards - dieses mal in der Kategorie Cloud Hosting. Darüber freuen wir uns sehr!



An alle, die noch nicht für uns ;-) angestimmt haben: Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr für uns abstimmen würdet. Die Abstimmung ist bis 30.06.2020 möglich.

jetzt für manitu abstimmen


Ihr könnt für uns auch in den Kategorien abstimmen, in denen wir nicht genannt sind. Auch darüber würden wir uns sehr freuen!

Es gibt übrigens auch etwas zu gewinnen: Einen Lego 42096 Technic Porsche 911 RSR.

Corona-Popups

Ich wäre ja dafür, einen Corona-Popup-HTML-Tag/-Attribut einzuführen - verbunden mit einer Browser-Erweiterung, die das auf Wunsch blockt.

Mich persönlich stört es doch mittlerweile sehr, auf jeder 2. Seite einen Hinweis dazu zu lesen. Im Endeffekt ist es ja eh überall derselbe, nichtssagenede Inhalt.