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Auslaufende Zahlungen per Kreditkarte

Ich mache es kurz: Wir werden mittelfristig keine Zahlungen per Kreditkarte mehr anbieten.

Von unserer Webseite ist die Zahlungsweise bereits weg, sprich für Neukunden sowie im Kunden-Menü nehmen wir keine neuen Kreditkarten-Mandate mehr an. Bei Bestandskunden bieten wir die Zahlungsweise noch solange an, wie die aktuelle Karte gültig ist, und solange keine Abbuchung fehlschlägt.

Falls jemand fragen möchte: Ja, wir haben weitere Zahlungsweisen wie z.B. Paypal durchaus auf dem Schirm - allerdings mit einer niedrigeren Priorität.

Und jetzt zum Hintergrund: Das ewige Thema PSD2.

Man sollte ja meinen, dass sich die Verantwortlichen und Verusacher im Vorfeld Gedanken gemacht hätten, wie man das Thema für 100% aller Anbieter hätte weniger leid- und arbeitsvoll umsetzen können.

Letztendlich hat sich gezeigt, dass das Thema doch trotz aller Umsetzungen nach den "offiziellen" Vorgaben sehr sehr viel Aufwand erzeugt, v.a. wenn es trotz gedeckter und gültiger Kreditkarten zu nicht möglichen Abbuchungen kommt. Dieser Aufwand und der danach entstehende, weitere, manuelle Aufwand (Rückfragen vom Kunden, Mail hin-und-her, erneute Abbuchung) stehen in 99%+ der Fälle in keinem Verhältnis zum Rechnungsbetrag.

Wenn der entstehende Personalaufwand nach einer trotz PSD2-Umsetzung nicht möglichen Abbuchung teurer ist als der Rechnungsbetrag, liegt das weder an zu hohen Personalkosten noch an schlechten Prozessen bei uns. Es ist in meinen Augen schlichtweg ein Versagen der Erfinder der Richtlinie und der Umsetzenden seitens aller bei Zahlungen per Kreditkarte Beteiligten.

Wer jetzt "vom Fach" ist und sich fragt, warum das Thema bei uns so aneckt: Unsere Prozesse bzgl. Zahlungen unterscheiden sich von den meisten, typischen Szenarien, selbst denen anderer Hoster. Wir halten unsere Prozesse für gangbarer für uns und v.a. unsere Kunden. Eben nur nicht für die Kreditkarten-Unternehmen ;-)

Ich habe daher die Reißleine gezogen und das Thema "Kreditkarten-Zahlungen" auf "Auslaufmodell" gesetzt.

Kommentare

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Oliver

Nachvollziehbarer Schritt, hab als Kunde ebenfalls immer wieder Probleme, selbst bei größeren Anbietern. Nur als Beispiel,
Steam hat mir schon 2x mein Account temporär gesperrt.

Seit dem vermeide ich es, so gut es geht, mit der Keditkarte zu zahlen.

Manuel Schmitt

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Es ist schön, zu lesen, dass es das noch gibt!

Kai

Für wiederholende Zahlungen habe ich auch (als Zahlender) ständig Stress mit Kreditkarten, ständig manuelle Eingriffe erforderlich weil mal wieder eine Karte ausgelaufen ist oder eine Sicherheitsautomatik zuschlägt.

Das ist dann nicht nur für den Empfänger Ärger, sondern auch für mich.

Darum bin ich immer sehr froh, wenn (gerade bei regelmäßigen Zahlungen) Lastschrift angeboten wird. Einfach, schmerzfrei, und wenn Deckung da ist 100% zuverlässig.

Ich bin jetzt seit 10 Jahren Kunde bei manitu und musste mich noch nicht einmal um irgendwelche Zahlungsprobleme kümmern.

Doe John

Ich habe normalerweise nie Probleme mit CC Zahlungen. Laufen alle immer durch zu 98% der Fälle. Ich zahle allerdings nur mit CC.
Wenn Ihr die CC Zahlung beendet werdet Ihr auch froh sein kein PCI SAQ mehr machen zu müssen. Hattet Ihr damit viel Aufwand?

Stefan G.

"Ich habe normalerweise nie Probleme mit CC Zahlungen. Laufen alle immer durch zu 98% der Fälle."

Ist das nur ungünstig formuliert oder siehst Du den Widerspruch nur nicht?

Fabse

(Kommentar entfernt)

Debe

Ein Affiliate-Link? Wie billig...

Michael

Ich hatte noch nie ne Kreditkarte und sehe sowas auch als reines Sicherheitsrisiko an. Als einzige Ausnahme würde ich die bei Weltreisen vielleicht haben, aber ich mache keine Weltreisen.

Offlineläden nehmen Bargeld, Onlineshops läuft von Bank zu Bank. Und selbst wer mit der Bankkarte im Laden zahlt hat es immer noch einfacher als mit einer Kreditkarte von einem Drittanbieter.

Bankkonto hat eh jeder, der auch ne Kreditkarte hat, dann kann die Kohle auch gleich vom Bankkonto abgehen. Nebenbei wollen die Kreditkartenunternehmen ja auch Geld verdienen. Und das zahlt der Kunde entweder direkt, ober über den Preis des Anbieters.

Manuel Schmitt

Hab ich bereits entfernt. Vielen Dank!

Michael.

Das grundsätzliche Sicherheitsrisiko (Haftung bei Verlust/Diebstahl/Missbrauch) ist bei einer Kreditkarte im Vergleich zu einer Bankkarte (Maestro, früher EC) erheblich(!) geringer.

Oder anders: Leider hat es der Einzelhandel (also deren Verbände) bis heute nicht geschafft soviel ´Einfluss´ auf die deutschen Banken auszuüben, dass das Produkt bzgl. der Haftungsrisiken vergleichbar zur Kreditkarte wird.

Und genau aus diesem Grund bevorzuge ich die Kreditkarte; wobei die Aussage, was die Kosten für die Akzeptanzstellen betrifft, natürlich korrekt sind.

Wird aber jetzt OFF-Topic: Die Entscheidung von manitu ist absolut nachvollziehbar und richtig...

Christian

Zugegeben, jetzt bin ich neugierig was an euren Zahlungsprozessen so anders ist.

Benjamin

Das hilft im Einzelhandel jedoch nicht, wenn die eigene Bank eine Kreditkarte (egal ob Debit oder eine vollwertige) als alleinige Bankkarte an ihre Kunden ausgibt, wo die ihre früheren Maestro/EC-Karten dann auch recht schnell aus dem Verkehr zog.

Damit möchte ich sagen, dass nicht jeder deutsche Bankkunde mit einer Bankkarte von seiner Bank auch eine Maestro/EC-Karte besitzt. Denn oftmals sind diese inzwischen leider auch nur noch VISA oder Mastercard Kreditkarten.

Ich bin aber zum Glück bei zwei Banken, wo ich bei einer noch auch noch eine Maestro/EC-Karte als Bankkarte habe. Bei der anderen jedoch leider nicht, wo ich eine Mastercard Debit Kreditkarte als Bankkarte habe.

Berke

Würde mich auch sehr interessieren :)

MOW

Maestro ist Mastercard. Auf meinen Karten steht Vpay, also das gleiche in Visa. Und girocard, das ist die aktuelle Inkarnation von ec.

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